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Mit Müll gefüllter Anhänger.
Der Container in Altwiesloch füllte sich innerhalb kürzester Zeit, weil der Stadtteilverein auf eine illegale Ablagerung aus einer Wohnungsrenovierung gestoßen war. Mit Hilfe eines Oldtimertraktors mit Anhänger wurden die Müllsäcke geborgen.

Auftakt der diesjährigen Gemarkungsreinigung mit vorbildlichem Engagement der beteiligten Vereine und Gruppen.

Seit 2005 ist die Gemarkungsreinigung mit ehrenamtlicher Unterstützung ein fester Bestandteil im Vereinskalender der Stadtteil- und Kerwevereine in den Ortsteilen. In der Kernstadt sind es weitere Vereine und Organisationen, die sich um den Ihnen zugewiesenen Reinigungsbereich kümmern und all das einsammeln, was nicht in die Natur gehört. Am vergangenen Samstag wurden Oberbürgermeister Dirk Elkemann und Meinrad Singler von der Fachgruppe Technischer Service und Umwelt unterwegs, um sich bei den vielen Helferinnen und Helfern zu bedanken. Ihre erste Station war bei der Firma Sandritter in Altwiesloch, wo Joachim Betz mit seinen Leuten im Gelände unterwegs war. Sogar ein großer Hund war mit dabei, um den wilden Müll in den Hecken und am Wegesrand aufzuspüren. Ein großer Fund mit vielen Müllsäcken musste geborgen und zur Sammelstelle gefahren werden, wo Nicola Bajohr mit der belegten Broten und Getränken auf die hungrigen und durstigen Helfer bereits wartete.

Gruppenfoto der Baiertaler Helferinnen und Helfer.
Seit 2005 ununterbrochen dabei ist der Stadtteilverein in Baiertal. Diese Mal hat sich die Jugendfeuerwehr durch ihr großartiges Engagement bei der Reinigung der Baiertaler Gemarkung besonders hervor getan.

Die nächste Station war im Untergeschoss des Schützenhauses, wo die Mitglieder des Kurpfälzischen Fanfarenzuges um Uwe Steinmann ihren Abschluss feierten. Auch der Fanfarenzug ist von Anfang an jedes Jahr mit dabei und hat in diesem Jahr die Flächen zwischen der Bundesstraße 3 und dem Hoschket gereinigt. Eine Campingtoilette im Gebüsch war dabei der kurioseste Fund. Der OB wurde zu Chili con Carne eingeladen und hörte sich die Berichte der fleißigen Helfer an.

Im Anschluss ging es zu den Anglern des Sportfischervereins in ihrem Vereinsheim am Zeisigweg in Frauenweiler. Die Neopren-Schutzanzüge hingen zu diesem Zeitpunkt schon zum Trocknen an der Wäscheleine. Die Angler hatten den Leimbach zwischen der Dr.-Martin-Luther-Straße und der Innenstadt gereinigt und waren in den nach den Regenfällen recht tiefen und vor allem kalten Leimbach eingestiegen. Ein kleines Krokodil aus Kunststoff wurde als Beweis für die neue Artenvielfalt im Leimbach dem OB präsentiert. Die Gäste mussten die angebotenen Spaghetti Bolognese aus der Küche leider ablehnen. Der Vereinsvorsitzende Alfred Grieb unterrichtete den OB über die Probleme mit dem niedrigen Wasserstand und der Erwärmung des Bottlochs im Sommer.

Gruppenfoto der Ahmadyya-Muslim Gemeinde Heidelberg.
Zum zweiten Mal mit dabei war die Ahmadyya-Muslim Gemeinde Heidelberg, die den Bezirk um den Bahnhof Wiesloch-Walldorf gereinigt hat.

Zum ersten Mal und mit Feuereifer dabei waren die Mitglieder der evangelischen Gemeinschaft „Gospel House Wiesloch“, die im Unteren Wald und westlich der Bundesstraße 3 unterwegs waren. Micha Acker erzählte vom Einsatz seiner Gruppe beim Abschluss in den Räumen des NFP an der Ludwig-Wagner-Straße, wo die Gruppe am Wochenende einen Seminarraum für ihre Gottesdienste nutzen kann.

Am Nachmittag war die Ahhmadyya-Muslim-Gemeinde gerade zum Gebet versammelt als der OB und sein Begleiter am Güterbahnhof eintrafen. Dreißig Mitglieder der Gemeinde mit pakistanischen Wurzeln hatten die Flächen rund um den Stadtbahnhof von Unrat gereinigt. OB Elkemann bedankte sich für den Einsatz der Gruppe und ermunterte den Verein weiter auf diese Art und Weise auf die Gesellschaft zuzugehen. Zum Abschluss gab es Tee und frittiertes Gemüse nach pakistanischer Art.

Am kommenden Samstag werden weitere sieben Vereine und Organisationen in Frauenweiler, Wiesloch und Schatthausen unterwegs sein. Die Aktion ist wie in jedem Jahr geprägt von ehrenamtlichem Einsatz der Freiwilligen jeglichen Alters und spiegelt inzwischen auch die gesellschaftliche Vielfalt in Wiesloch und der Region wider.