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Kleiner Empfang für Paul Flagg (Flegenheimer) bei OB Elkemann

Gruppenfoto mit Paul Flagg, OB Elkemann und BM Sauer und weiteren Personen.

Herzlich begrüßen konnten Oberbürgermeister Dirk Elkemann und Bürgermeister Sauer jüngst den 92-Jährigen Paul Flagg aus den Vereinigten Staaten. Ein bewegtes Leben liegt hinter Flagg. Aufgewachsen in seiner Heimat Wiesloch, wurde er mit seiner Familie mit anderen Wieslochern im Jahr 1940 nach Gurs deportiert.

Später übersiedelte er in die USA und änderte dort seinen Namen von Flegenheimer in Flagg und baute sich ein neues Leben auf. In den vergangenen Jahrzehnten kehrte er mehrmals nach Wiesloch zurück. Zum ehemaligen Archivar und Kulturamtschef Manfred Kurz hat er eine ganz besondere Beziehung aufgebaut. Kurz besuchte ihn des Öfteren in seiner zweiten Heimat Milwaukee - es entstand eine enge Freundschaft. Der Besuch in Wiesloch war nur Teil eines längeren Aufenthaltes in Europa, der ihn auch auf den Spuren seiner Vergangenheit wandeln lässt. Die beiden werden gemeinsam auch nach Frankreich fahren und hier sogar Gurs besuchen. Auch hier in Wiesloch und der Heidelberger Umgebung besuchten sie Orte, die Paul Flagg an seine Vergangenheit erinnerten und trafen die Bekannten, Freunden und Nachbarn, die wie er am Ende eines bewegten Lebens stehen.

Beim Empfang im Dienstzimmer von Oberbürgermeister Dirk Elkemann berichtete Paul Flagg, in noch sehr gutem Deutsch, von seinem Leben, „ich habe viel erlebt, viele schlimme Dinge musste ich erleben.“ Sichtlich beeindruckt und mit großem Respekt lauschten Elkemann und der kleine Teilnehmerkreis dem Erfahrungsbericht.

Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 12./13.05.2018 (318,8 KB)