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Rettungsdose für Sicherheit in Notsituationen

Seniorin und Mitarbeiter des DRK füllen gemeinsam das Formular einer Rettungsdose aus.
Rettungsdosen-Stand auf dem Wochenmarkt

Nicht selten ist bei einem Not- oder Unfall im häuslichen Bereich die Verwirrung groß oder der Patient nur bedingt oder gar nicht ansprechbar. Selbst Angehörige sind mit einer solchen Extremsituation oftmals überfordert und können dem Rettungsdienst vor Aufregung manchmal keine Informationen geben. In diesem Fall hilft die rote Rotkreuzdose.

Die rote Rotkreuzdose wird ab 15. Januar dienstags und freitags auf dem Wochenmarkt, sowie dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 19 bis 20 Uhr im Ehrenamtsbüro im Rathaus und zu den üblichen Öffnungszeiten an der Information im Rathaus gegen eine Spende erhältlich sein. Von dem Erlös werden weitere Dosen angeschafft.

Im Beisein von Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes, der Bürgerstiftung, des Stadtseniorenrates, dem Generationenbüro der Stadt und der Volksbank Kraichgau wurde kurz vor Weihnachten die DRK Notfallbox vorgestellt: Sie hat die Größe einer gängigen Getränkedose und enthält ein Datenblatt, in welchem alle wichtigen Informationen wie Name und Geburtsdatum, Krankenkasse, Telefonnummern der zu benachrichtigenden Personen, Vorerkrankungen und die derzeit verordneten Medikamente usw. eingetragen werden können und sollte, als leicht zugänglichem Fundort, im Kühlschrank aufbewart werden. Hinzu kommen zwei Aufkleber, die auf das Vorhandensein einer Rotkreuzdose hinweisen und innen an der Wohnungstür sowie am Kühlschrank angebracht werden sollten.

Bei der Präsentation kurz vor Weihnachten lobte Schirmherr OB Dirk Elkemann die hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Wieslocher Organisationen und Institutionen. "Je mehr sich die Dose etabliert, desto hilfreicher wird sie bei Rettungseinsätzen sein." Mit der Anschubfinanzierung für die ersten 1000 Dosen leistete die Volksbankstiftung einen wichtigen Beitrag. Andreas Schafl-Zeiss, früher selbst Rettungssanitäter, betonte das sinvolle Vorhandensein einer solchen Dose. Es sei ein einstimmiger Beschluss des Stiftungsbeirates gewesen, dieses Projekt zu unterstützen.

Jürgen Braun, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Wiesloch berichtete, dass man die Idee von einer Tagung der sozialen Netzwerke mitgebracht habe. Er dankte allen an der Realisierung Beteiligten. Dem schloss sich auch Erika Schultze vom Stadtseniorenrat an. Sie  betonte wie sinnvoll es sei, dass den Rettungsdiensten wichtige Informationen zur Verfügung stünden, um adäquate Maßnahmen einzuleiten.