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Wiesloch näht

Zeichnung zur Aktion Wiesloch näht

Liebe Wieslocher*innen, 
auf der ganzen Welt erleben wir durch die rasche Verbreitung des Coronavirus eine schwierige Zeit. Auch in Wiesloch gibt es bereits erkrankte Mitbürger*innen und Menschen, die unter häuslicher Quarantäne stehen.
Unser Gesundheitssystem gerät aufgrund der steigenden Infektionszahlen an seine absolute Leistungsgrenze. Ob es darüber hinaus gefordert sein wird, muss der Zeitverlauf zeigen. Im besonderen Maße belastet das Gesundheitssystem ein Mangel an Schutzausrüstung. Auch viele weitere Bereiche des öffentlichen Lebens, in denen die Wahrung der sozialen Distanz nicht möglich ist, sind hiervon betroffen.  
Mit "Wiesloch näht (#wieslochnaeht)" versuchen wir, darunter verschiedene Wieslocher Bürger*innen, Unternehmen und Organisationen, sowie die Stadt Wiesloch, den Ausstattungsmangel etwas zu lindern. Teilweise wird zugelassene medizinische Schutzausrüstung privat genutzt oder beschafft, was die Beschaffungssituation für das Gesundheitswesen zunehmend erschwert. Wir möchten mit unserer Aktion mithelfen, dass die Kapazitäten offizieller medizinischer Schutzprodukte denen zukommen, die sie von Berufswegen dringend benötigen. Hierzu legen wir einen Fokus auf privat genähte Behelfs-Mund-Nasen-Masken. Wie einige Staaten dieser Welt zeigen, vor allem die asiatischen Staaten, ist das Tragen von einfachen Schutzmasken durchaus verbreitet. Auch in europäischen Ländern, so zum Beispiel in Österreich, Tschechien oder Bulgarien sind jüngst Regeln erlassen worden, die das Tragen im öffentlichen Raum nun sogar vorschreiben. Wiesloch näht unterstützt das Ziel, die Bürger*innen für das Tragen von Behelfs-Mund-Nase-Masken im öffentlichen Raum zu sensibilisieren und mitzunehmen.

Updates:

Update 22.04.2020:

Wiesloch näht...Weiter!
Projekt ist toll angelaufen
Maskenspenden weiterhin herzlich willkommen
 
Die Aktion „Wiesloch näht“, die Anfang April startete, war bisher sehr er-folgreich. Zusammen mit den anderen Aktionen, die auch noch in Wiesloch privat laufen, konnten bisher schon viele Menschen in kritischen Inf-rastrukturen mit Behelfs-Mund-Nase-Masken ausgestattet werden.
 
Rund 1000 Masken konnte „Wiesloch näht“ von mehr als 30 fleißigen Nä-herinnen und Nähern erhalten, die die Aktion auch teilweise logistisch beim Ausfahren der Masken unterstützt haben. 60 Meter Stoff wurden für die Produktion bisher vom Rathaus an die Masken- Produzenten ausge-geben.
Insgesamt 80 Meter Stoff von lokalen Geschäften standen seit Beginn der Initiative zur Verfügung, davon wurden 20 Meter von verschiedenen Ein-zelpersonen und Firmen gespendet.
„Ein ganz, ganz großes Dankeschön gilt allen, die sich an die Nähmaschi-nen setzen und so für andere eintreten“, bedankt sich Bürgermeister Lud-wig Sauer stellvertretend für die Projektleitung im Rathaus und die priva-ten Organisatoren um Marco Friz. Zu den Begünstigten Maskenempfän-gern sollen weiterhin Personen zählen, die aktuell nicht die nötige soziale Distanz einhalten können. Des Weiteren Kräfte, die vorrübergehend nicht auf den nötigen Nachschub an offiziell zugelassenem Schutzmaterial zu-rückgreifen können, darunter:
Rettungs- und Hilfsorganisationen, Einrichtungen der Altenpflege, Pfle-gedienste, Ergo- und Physiotherapieeinrichtungen, Arztpraxen, Verkaufs-angestellte, städtische Einrichtungen und Eigenbetriebe.
Zu beachten ist, dass Masken auch weiterhin nicht an Privatpersonen ausgegeben werden können, dies ist mangels Masse und Gleichbehand-lung nicht machbar. Hier sei auf die vielen lokale Geschäfte hingewiesen, diese bieten Masken für Privatpersonen oder andere Unternehmen zum Kauf an. Gerade jetzt, da am kommenden Montag die Maskenpflicht in Baden-Württemberg einsetzt, wird hier natürlich eine verstärkte Nachfrage sein.

Auch weiterhin werden MaskennäherInnen gebraucht: Bei Fragen und Hilfsangeboten bitten die Verantwortlichen um eine E-Mail an die Adresse wiesloch-naeht@wiesloch.de oder telefonische Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 06222/84-379
 
Pflege und Reinigung der waschbaren Behelfs-Mund-Nasen-Masken
Die waschbare Behelfs-Mund-Nase-Maske ist grundsätzlich trocken zu lagern. Vor der ersten Benutzung ist die Behelfs-Mund-Nase-Maske zu waschen. Nachdem die Behelfs-Mund-Nase-Maske benutzt wurde, muss diese vorsichtig ausgezogen werden und die Berührung der Außenfläche ist dabei zu vermeiden. Nach dem Ausziehen sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Gebrauchte Behelfs-Mund-Nasen-Masken sollten nach jeder Benutzung bzw. mindestens einmal täglich gereinigt werden. Sie können entweder bei 90 Grad in der Waschmaschine gewaschen o-der auf dem Herd in einem Wasserbad (5 Minuten) ausgekocht werden. Anschließend ist die Behelfs-Mund-Nasen-Maske zu trocknen.
 
Bitte beachten Sie: Behelfs-Mund-Nasen-Masken garantieren keinen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und es handelt sich nicht um zertifizierte medizinische Atemschutzmasken. Die Masken kön-nen jedoch beim korrekten Tragen dazu beitragen, die Menge des Aus-wurfs virushaltiger Tröpfchen räumlich zu begrenzen und damit eine An-steckungsgefahr für Dritte etwas zu minimieren (Schutz von Dritten). Ein weiterer Nebeneffekt ist die Reduktion der Gefahr, dass sich Maskenträ-ger*innen mit kontaminierten Händen an sensible Stellen (z.B. Schleim-häute) im Gesicht fassen. Die soziale Distanz von mindestens 1,5 Metern, besser 2 Metern, ist in jedem Fall auch beim Tragen von Behelfs-Mund-Nasen-Masken nötig, ebenso die Einhaltung der derzeit geforderten Hygieneregeln (z.B. Nies- und Hustenetikette, regelmäßiges gründliches Händewaschen).

 
Rund 1000 Masken konnte „Wiesloch näht“ von mehr als 30 fleißigen Näherinnen und Nähern erhalten, die die Aktion auch teilweise logistisch beim Ausfahren der Masken unterstützt haben. 60 Meter Stoff wurden für die Produktion bisher vom Rathaus an die Masken-Produzenten ausgegeben.
Insgesamt 80 Meter Stoff von lokalen Geschäften standen seit Beginn der Initiative zur Verfügung, davon wurden 20 Meter von verschiedenen Ein-zelpersonen und Firmen gespendet.
„Ein ganz, ganz großes Dankeschön gilt allen, die sich an die Nähmaschinen setzen und so für andere eintreten“, bedankt sich Bürgermeister Ludwig Sauer stellvertretend für die Projektleitung im Rathaus und die privaten Organisatoren um Marco Friz. Zu den Begünstigten Maskenempfängern sollen weiterhin Personen zählen, die aktuell nicht die nötige soziale Distanz einhalten können. Des Weiteren Kräfte, die vorrübergehend nicht auf den nötigen Nachschub an offiziell zugelassenem Schutzmaterial zurückgreifen können, darunter:
Rettungs- und Hilfsorganisationen, Einrichtungen der Altenpflege, Pflegedienste, Ergo- und Physiotherapieeinrichtungen, Arztpraxen, Verkaufsangestellte, städtische Einrichtungen und Eigenbetriebe.
Zu beachten ist, dass Masken auch weiterhin nicht an Privatpersonen ausgegeben werden können, dies ist mangels Masse und Gleichbehandlung nicht machbar. Hier sei auf die vielen lokale Geschäfte hingewiesen, diese bieten Masken für Privatpersonen oder andere Unternehmen zum Kauf an. Gerade jetzt, da am kommenden Montag die Maskenpflicht in Baden-Württemberg einsetzt, wird hier natürlich eine verstärkte Nachfrage sein.

Auch weiterhin werden MaskennäherInnen gebraucht: Bei Fragen und Hilfsangeboten bitten die Verantwortlichen um eine E-Mail an die Adresse wiesloch-naeht@wiesloch.de oder telefonische Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 06222/84-379
 
Pflege und Reinigung der waschbaren Behelfs-Mund-Nasen-Masken
Die waschbare Behelfs-Mund-Nase-Maske ist grundsätzlich trocken zu lagern. Vor der ersten Benutzung ist die Behelfs-Mund-Nase-Maske zu waschen. Nachdem die Behelfs-Mund-Nase-Maske benutzt wurde, muss diese vorsichtig ausgezogen werden und die Berührung der Außenfläche ist dabei zu vermeiden. Nach dem Ausziehen sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Gebrauchte Behelfs-Mund-Nasen-Masken sollten nach jeder Benutzung bzw. mindestens einmal täglich gereinigt werden. Sie können entweder bei 90 Grad in der Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad (5 Minuten) ausgekocht werden. Anschließend ist die Behelfs-Mund-Nasen-Maske zu trocknen.
 
Bitte beachten Sie: Behelfs-Mund-Nasen-Masken garantieren keinen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und es handelt sich nicht um zertifizierte medizinische Atemschutzmasken. Die Masken können jedoch beim korrekten Tragen dazu beitragen, die Menge des Auswurfs virushaltiger Tröpfchen räumlich zu begrenzen und damit eine Ansteckungsgefahr für Dritte etwas zu minimieren (Schutz von Dritten). Ein weiterer Nebeneffekt ist die Reduktion der Gefahr, dass sich Maskenträger*innen mit kontaminierten Händen an sensible Stellen (z.B. Schleimhäute) im Gesicht fassen. Die soziale Distanz von mindestens 1,5 Metern, besser 2 Metern, ist in jedem Fall auch beim Tragen von Behelfs-Mund-Nasen-Masken nötig, ebenso die Einhaltung der derzeit geforderten Hygieneregeln (z.B. Nies- und Hustenetikette, regelmäßiges gründliches Händewaschen).


Das Projekt im Detail:

Wir rufen Sie auf, helfen Sie uns bei der Herstellung von sogenannten Behelfs-Mund-Nasen-Masken: Mit diesen einfachen Masken möchten wir helfen, besonders gefährdete Gruppen besser zu schützen.

Bitte beachten Sie:

Behelfs-Mund-Nasen-Masken garantieren keinen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und es handelt sich nicht um zertifizierte medizinische Atemschutzmasken. Die Masken können jedoch beim korrekten Tragen dazu beitragen, die Menge des Auswurfs virushaltiger Tröpfchen räumlich zu begrenzen und damit eine Ansteckungsgefahr für Dritte etwas zu minimieren (Schutz von Dritten). Ein weiterer Nebeneffekt ist die Reduktion der Gefahr, dass sich Maskenträger*innen mit kontaminierten Händen an sensible Stellen (z.B. Schleimhäute) im Gesicht fassen. Die soziale Distanz von mindestens 1,5 Metern, besser 2 Metern, ist in jedem Fall auch beim Tragen von Behelfs-Mund-Nasen-Masken nötig, ebenso die Einhaltung der derzeit geforderten Hygieneregeln (z.B. Nies- und Hustenetikette, regelmäßiges gründliches Händewaschen). Bitte lesen Sie sich hierzu auch die Statements der unterstützenden Ärzte am Ende dieser Seite durch.

Lesen Sie hierzu:

Unterstützer*innen

Sie können nähen und haben gerade Zeit und Lust?
Melden Sie sich bei uns! 
Vielleicht haben Sie sogar bereits eine ganz ähnliche Aktion individuell gestartet. Genau Sie suchen wir! Nach Zuteilung des Materials können Sie anhand der unten aufgeführten Nähanleitung mit jeder einfachen Maske Ihren Beitrag leisten. Sie möchten anderweitig helfen? Beispielsweise verfügen Sie über Stoff, kreative Ideen oder möchten das Projektteam bei der Koordination unterstützen, dann melden Sie sich.

Begünstigte

Sie benötigen dringend Behelfs-Mund-Nasen-Masken?
Melden Sie sich bei uns! 
Zu den Begünstigten sollen Personen zählen, die aktuell nicht die nötige soziale Distanz einhalten können. Des weiteren Kräfte, die vorrübergehend nicht auf den nötigen Nachschub an offiziell zugelassenem Schutzmaterial zurückgreifen können, darunter:

  • Kritische Infrastrukturen, insbesondere Hilfs- und Rettungsorganisationen
  • Einrichtungen der Altenpflege*
  • Pflegedienste*
  • Ergo- und Physiotherapieeinrichtungen*
  • Arztpraxen*
  • Verkaufsangestellte
  • Städtische Einrichtungen und Eigenbetriebe

*Sofern aktuell nicht mit zugelassenen medizinischen Produkten versorgt, z.B. durch mangelnden Nachschub.

Als Maßgabe muss jedoch weiterhin auch beim Tragen die ausreichende soziale Distanz von mindestens 1,5 Meter, besser 2 Meter, eingehalten werden, ebenso die Einhaltung der derzeit geforderten Hygieneregeln. (Niesetikette, regelmäßiges Händewaschen)

Ausgabe der Materialen und Rückgabe der Masken

Das benötigte Material für Behelfs-Mund-Nasen-Masken wird zentral von der Stadt Wiesloch erworben und nach Terminvereinbarung zentral an die Nähwilligen ausgegeben. Die Behelfs-Mund-Nasen-Masken sollen nach ihrer Fertigstellung im Rathaus Wiesloch zu den Öffnungszeiten abgegeben werden.

Pflege und Reinigung der waschbaren Behelfs-Mund-Nasen-Masken

Die waschbare Behelfs-Mund-Nase-Maske ist grundsätzlich trocken zu lagern. Vor der ersten Benutzung ist die Behelfs-Mund-Nase-Maske zu waschen. Nachdem die Behelfs-Mund-Nase-Maske benutzt wurde, muss diese vorsichtig ausgezogen werden und die Berührung der Außenfläche ist dabei zu vermeiden. Nach dem Ausziehen sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
Gebrauchte Behelfs-Mund-Nasen-Masken sollten nach jeder Benutzung bzw. mindestens einmal täglich gereinigt werden. Sie können entweder bei 90 Grad Celsius in der Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad (5 Minuten) ausgekocht werden. Anschließend ist die Behelfs-Mund-Nasen-Maske zu trocknen.
 

Haftungsausschluss

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadt Wiesloch und die Beteiligten von "Wiesloch näht" keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung des Behelfs- Mund-Nasen-Masken übernehmen. Jeglicher Schadensersatzanspruch gegenüber der Stadt Wiesloch und die Beteiligten von "Wiesloch näht" wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit - unabhängig, ob vom Verwender oder dem jeweiligen Gegenüber - ist ausgeschlossen.
Die Herstellung und Verwendung des Behelfs-Mund-Nasen-Masken erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr. Es handelt sich hierbei nicht um medizinische Atemschutzmasken. Die Behelfs-Mund-Nasen-Masken erfüllen keinen FFP-Schutzstandard und es hat keine Zertifizierung stattgefunden.

Es wird darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall die Hygienevorschriften der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder des Robert-Koch-Instituts zu beachten sind.

Kontaktdaten

Melden Sie sich bitte als Unterstützer*innen und Begünstigte oder auch bei sonstigen Fragen und Anregungen an folgende Adresse:
E-Mail
wiesloch-naeht@wiesloch.de oder telefonisch an 06222/84-379

Datenschutzhinweise

Bitte beachten Sie die Datenschutzhinweise der Stadt Wiesloch sowie die Informationspflichten und Betroffenenrechte nach der DSGVO, siehe Seite Datenschutz.

DANKESCHÖN !!!

Vielen Dank für Ihre Hilfe, bleiben Sie gesund,
Ihr Team von #wieslochnaeht

Bei Fragen können Sie sich gerne an folgende Adresse wenden: wiesloch-naeht@wiesloch.de

Nähanleitungen

Hier eine Nähanleitung und nähere Informationen zu Behelfs-Mund-Nasen-Masken.

Hier eine Video-Nähanleitung für Behelfs-Mund-Nasen-Masken:

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Pohl aus Nußloch. Herzlichen Dank!

Stimmen zur Aktion, Unterstützer:

Dirk Elkemann, Oberbürgermeister

"Ich bin sehr dankbar, dass sich in dieser Krisenzeit in Wiesloch so viele Bürgerinnen und Bürger in vielfältiger Weise für die gemeinsame Sache einbringen. Ein starkes Zeichen für unsere Stadt und den Zusammenhalt untereinander.
Ein herzliches DANKE möchte ich Ihnen allen aussprechen, die sich nun an die heimische Nähmaschine setzen und diese wichtigen Masken nähen. Wir als Stadtverwaltung sind mehr als begeistert von dieser privaten Initiative, die das Engagement so vieler bündelt und die Nähergebnisse denen zukommen lässt, die die Masken jetzt am Dringendsten brauchen.
Sehr gerne unterstützen wir diese Aktion, wo wir können!"


Dr. med. Holger Bergdolt, Facharzt für innere Medizin

"Gerne möchte ich die Wieslocher Bevölkerung zum Tragen von einem waschbarem und wiederverwertbarem Mund- und Nasenschutz motivieren.
Natürlich hat dieser Schutz keinen direkten „medizinischen Filternutzen“, wie die im medizinischen Bereichen notwendigen FFP 2/3-Masken. Die selbstgenähten Masken verhindern aber doch erheblich den Tröpfchenflug und Reichweite beim Sprechen, Niesen oder Husten.
Wenn jeder einen Mundschutz beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Schule usw. tragen würde, wäre die Ansteckungsrate sicherlich nicht so hoch und darauf kommt es jetzt an! 
Praktisch hindert es auch den/ die Trägerin daran, sich häufig ins Gesicht zu fassen und schützt so einerseits den/ die Trägerin der Maske davor, sich Keime „aufzulesen“ und andererseits die anderen Mitmenschen davor, dass ein potentieller z. B. asymptomatischer Virus-Träger seine Keime „aus dem Gesicht verteilt“. Vielleicht erinnert es auch den Träger an die anderen Hygieneregeln, und sich ca. alle Stunde die Hände zu waschen ! Die „Abstandsregel“ von 1,50 m sollte aber weiter beherzigt werden.
Diese Aktion für Wiesloch zu etablieren, finde ich medizinisch sinnvoll und sehr gut, und erinnert uns daran, dass es jetzt auf die Disziplin von JEDEM ankommt und gibt uns irgendwie ein „Wir-Gefühl in unserer Stadt“ ! "


Dr. Gerhard Veits, Arzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

"Ich mache ausdrücklich Werbung dafür, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. Mundschutz macht Sinn! Er hält vor allem die eigenen Tröpfchen, die man beim Atmen, Sprechen oder Husten absondert, zurück, schützt also andere, reduziert aber auch das eigene Risiko, angesteckt zu werden. Das ist umso wichtiger, als bei einem Erkrankten die Ansteckungsfähigkeit 1-2 Tage vor Auftreten der ersten Symptome beginnt.
Es muss dabei kein medizinischer Mundschutz sein, wie ich ihn in der Praxis trage, sondern beim Einkaufen reicht völlig ein enger Buff, ein Tuch oder eine selbstgenähte Maske. In China, wo alle Mundschutz tragen, trägt dies erheblich zur Eindämmung der Pandemie bei. Bei uns dagegen ist das leider immer noch die Ausnahme und man wird eher belächelt oder schräg angeschaut.
Insofern ist selbst nähen ein erster Schritt. Ziel der Kampagne sollte aber sein, dass so wie Östereich jetzt gesetzlich vorgeschrieben, Mundschutz getragen wird. Medizinische Masken sollte man dagegen nicht kaufen, denn davon gibt es zu wenig und er sollte Krankenhäusern und Praxen vorbehalten bleiben."


Dr. med. Fritz Zeier, Arzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

"Als erfahrener Kinderarzt, mit 40-jähriger Berufserfahrung, unterstütze ich die Aktion "Wiesloch näht"! 
Wer so lange wie ich, täglich und hautnah, mit kranken Kindern zu tun hatte, der weiß, was eine Tröpfcheninfektion ist! Und das aktuelle Coronavirus wird hauptsächlich durch Tröpfchen übertragen! 
Die selbst genähten Masken bieten zwar keinen so sicheren Schutz wie die zertifizierten FFP2/3 Atemschutzmasken (die im Gesundheitswesen verwendet werden sollten), aber sie schützen in erster Linie unsere Gegenüber und natürlich auch uns selbst vor einer möglichen Tröpfcheninfektion!
Man sieht es leider keinem Menschen an, ob er infiziert ist. Deswegen ist ein genereller Schutz unserer Schleimhäute bei engerem Kontakt in diesen Zeiten sinnvoll."


Dr. med. Mario Strammiello, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Ortsvereinsarzt DRK Wiesloch

Mundschutz tragen – Leben retten!Mit diesem Motto werben haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes für das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit, beispielsweise beim Einkaufen. Beim Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen oder bei Einsätzen gilt natürlich dasselbe. Hierfür sind einfache Behelfs-Mund-Nasen-Masken ausreichend – ob selbstgenäht oder professionell gefertigt.Dankenswerter Weise hat sich die Initiative #wieslochnaeht gegründet, die entsprechende Behelfs-Masken fertigt und an Institutionen bzw. Organisationen verteilt. Ein großartiges bürgerschaftliches Engagement!Wir müssen alles tun, um Infektionsraten zu minimieren und allmählich wieder in unseren Alltag finden zu können. Behelfsmäßige Masken dienen der Reduktion des Ansteckungsrisikos durch Husten, Niesen oder Sprechen. Somit kann die Virenübertragung reduziert werden. Zu den sinnvollen präventiven Maßnahmen zählt natürlich auch das Einhalten eines Mindestabstands. Ein COVID-Erkrankung kann anfänglich unbemerkt verlaufen, so kann die Krankheit übertragen werden ohne dass sich der „Überträger“ krank fühlt. Wie rasant das gehen kann, das haben uns die vergangenen Wochen, zu genüge gezeigt.Noch ein Wort zu professionellen bzw. halbfiltrierende Masken – diese sollten insbesondere aus Kapazitätsgründen Fachpersonal bzw. bestimmten Einsatzsituationen vorbehalten sein. Der Sinn des Tragen von Einmalhandschuhen beim Einkaufen erschließt sich mir nicht, da ist gründliches Händewaschen sicherlich die bessere Alternative …Also: Mundschutz tragen und Leben retten - nicht aus Eigennutz, sondern für unsere Mitmenschen!


Lars Castellucci, Mitglied des Bundestages, SPD

"Gut zusammen leben!" ist das Motto meiner politischen Arbeit. Die Aktion "Wiesloch näht - gemeinsam gegen das Corona-Virus" ist ein schönes Beispiel für den Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft - wie in einer Krisensituation einander geholfen wird - wie wir zusammenstehen. Ich freue mich sehr über dieses Zeichen und die damit verbundene gegenseitige Hilfe, die wir damit einander geben.
Im Bund, in den Ländern, in den Kreisen und auch in den Kommunen laufen die Hilfsmaßnahmen auf Hochtouren. Noch haben wir die Krise nicht überwunden. Umso wichtiger ist es, dass wir weiter zusammenhalten - wie hier in Wiesloch bei dieser wunderbaren Hilfsaktion.
Bleiben Sie gesund!"


Dr. Jens Brandenburg, Mitglied des Bundestages, FDP

"Wiesloch näht" ist ein großartiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in diesen schwierigen Zeiten. Die Masken sind ein wichtiger Beitrag, um die Ansteckungsgefahr im Alltag zu senken und die Ausbreitung des Corona-Virus zu bekämpfen. Die wenigen medizinischen Masken werden dringend in Krankenhäusern und Arztpraxen benötigt. Aber auch mit den selbstgenähten Masken kann jeder seine Mitmenschen etwas besser schützen. Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gilt mein besonderer Dank! Bleiben Sie gesund. 
Ich wünsche Ihnen alle Gute für Sie und Ihre Initiative und hoffe, dass sich recht viele beteiligen werden!


Karl Klein, Mitglied des Landtages, CDU

`Das, was wir aus Liebe tun, tun wir im höchsten Grade freiwillig´: Dieses Zitat von Thomas von Aquin trifft auch auf all diejenigen zu, die sich in der neuen Aktion `Wiesloch näht - gemeinsam gegen das Coronavirus´ zusammengefunden haben. Ihnen allen gebührt unser Dank, unser Respekt und unsere Anerkennung für Ihr großartiges ehrenamtliches Engagement für Ihre Nächsten. Durch das Nähen von Mundschutzmasken versuchen Sie, anderen Menschen zu helfen. Und wer weiß: Vielleicht werden Sie auf diese Weise von der heimischen Nähmaschine aus einem anderen Menschen das Leben retten.
Auch der Stadt Wiesloch danke ich herzlich für die Unterstützung dieser tollen Aktion. In meiner Funktion als Landtagsabgeordneter möchte ich Sie auch darüber informieren, dass es tatsächlich einige wenige Anwaltskanzleien gibt, die nicht davor zurückschrecken, Personen, die als Unterstützung in der Corona-Krise Schutzmasken nähen und anbieten, wegen Verstoßes gegen das Medizinproduktegesetz abzumahnen. Seien Sie versichert: Wir werden alles tun, um dieser dreisten Praxis gleich zu Beginn ein Ende zu setzen."