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Neues Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen

Den öffentlichen Verwaltungen wirft man vor, an ihren traditionellen Führungs-, Organisations- und Wirtschaftsstrukturen verbissen festzuhalten. Inzwischen sind jedoch bundesweit Reformbewegungen in Gang gekommen. Diese lassen Gutes erwarten. Dabei haben die kommunalen Verwaltungen eine Schrittmacherkontrolle übernommen. Sie können flexibler handeln und der "Leidensdruck" ist für sie aufgrund der Bürgernähe spürbarer geworden.

Eine zentrale Rolle nimmt dabei die "Verwaltungsökonomie" ein. Hierzu gehört auch das Thema "Kommunales Haushalts- und Rechnungswesen". Mit unserer kameralen "Geldrechnung" können wir weder uns noch anderen beweisen, ob unsere Generation in der Lage ist, ihren Konsum selbst zu finanzieren. Oder ob wir aus der Substanz leben oder gar auf Kosten unserer Kinder. Was wir brauchen, sind betriebswirtschaftliche Informationen und Steuerungsmechanismen.

In den letzten Jahren sah man die Lösung in der Ausgliederung von Aufgabenbereichen in Eigenbetriebe oder Eigengesellschaften. Diese werden nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt. Negative Begleiterscheinung dieser Ausgliederungstendenzen war die Zerstückelung des Kernhaushaltes. Diese hat den Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation der Körperschaft eher verschleiert als erhellt. Benötigt wird eine Lösung, welche die Vorteile, die in der organisatorischen Verselbstständigung von Aufgabengruppen gesucht werden, auch im Kernhaushalt bietet. Damit wäre die Zersplitterung des öffentlichen Wirtschaftens entbehrlich.

Das herkömmliche Haushalts- und Rechnungswesen gibt unbestritten noch einigen Spielraum zur Anreicherung mit betriebswirtschaftlichen Elementen. Substanziell bleibt es jedoch eine Geldrechnung ohne systematischen Verbund zwischen Ressourcenverbrauch und Ressourcenaufkommen einerseits und Vermögen und Schulden andererseits.

Ausführliche Projektbeschreibung (121,2 KB)

Schlussfolgerung

Das neue Haushalts- und Rechnungswesen verbessert an sich natürlich nicht die Finanzsituation einer Kommune. Es bietet aber verbesserte Entscheidungsgrundlagen, mehr Transparenz und neue Instrumente der Steuerung. Die Erfahrung in Wiesloch hat gezeigt, dass es von Vorteil ist, dessen Einführung mit der Änderung des Verwaltungsaufbaus, der Dezentralisierung von Verantwortung und Kompetenzen und mit einer neuen Führungskultur zu verbinden. Beides zusammengenommen verändert nicht nur das Verhalten, sondern die Einstellung aller Beteiligten. Dies wiederum ist die Voraussetzung für eine selbstbewusste, wirtschaftlich denkende und für Veränderungen aufgeschlossene Verwaltung.

Kontakt

Frau Hoß, Fachbereichsleiterin Finanzen, Fachbereich 2
Rathaus, Zimmer 108, 1. Untergeschoss
Telefon: 06222 84-246, Fax: 06222 84-474
p.hoss@wiesloch.de