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Baumdenkmale

Hinweisschild Naturdenkmal

Jedem bekannt sind die Naturschutzgebiete, doch dass es auch Naturdenkmale gibt, wissen nur wenige. Und dass es diese auch auf der Gemarkung der Stadt Wiesloch gibt, ist wohl noch weniger bekannt.

Zu den Naturdenkmalen gehören besondere Einzelschöpfungen der Natur, wie Bäume, Felsen oder Höhlen aber auch besonders schützenswerte Flächen bis zu 5 ha, wie Moore oder Heiden. Wie auch in Naturschutzgebieten darf an Naturdenkmalen nichts verändert, entnommen oder zerstört werden. Dies ist in § 31 des Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG) geregelt.

Gekennzeichnet sind die Naturdenkmale mit dem weiß-grünen Schild mit dem Seeadler, welches auch zur Kennzeichnung von Naturschutzgebieten verwendet wird.

Besonders beeindruckende, alte oder die Landschaft prägende Baumpersönlichkeiten sollten besonderen Respekt bekommen und sind fraglos schützenswert. Die hohe Lebenserwartung von Bäumen, die bei manchen Baumarten bis zu 3000 Jahren und mehr beträgt, wenn man sie leben lässt, macht es möglich, dass wir heute Zeitzeugen bewundern können, die mehrere Jahrhunderte aller Unbill der Geschichte getrotzt haben und hier in Wiesloch fast zweihundert Jahre alt sind.

Die Umweltschutzabteilung der Stadt Wiesloch ist auch Untere Naturschutzbehörde für die 15 gesetzlich geschützten Naturdenkmale mit Einzelbäumen und Baumgruppen auf der Gesamtgemarkung Wiesloch sowie des Gemeindeverwaltungsverbandes mit Dielheim, Horrenberg und Balzfeld. Insgesamt sind es 27 Baumindividuen. Hier werden sie im Einzelnen kurz vorgestellt.

Baiertal, bei der Kirche

Zwei Winterlinden

Die zwei Winterlinden im Baiertaler Friedhof bei der Kirche sind seit 1995 in die Naturdenkmalkartei aufgenommen.

Die um 1810 gepflanzten Bäume sind 25 m beziehungsweise 27 m hoch und sind aufgrund ihrer Ortsbild prägenden Erscheinung geschützt.


Baiertal, bei der Friedhofskapelle

Drei Winterlinden

Schon im Eingangsbereich des Baiertaler Friedhofs wird man der drei Winterlinden gewahr, die bei der Friedhofskapelle um 1810 angepflanzt wurden.

Die Bäume sind zwischen 25 m und 28 m hoch und seit 1995 als Naturdenkmale ausgezeichnet. Sie stehen aufgrund ihrer Eigenart und dem prägenden Faktor des Ortsbildes unter Schutz.


Schatthausen, Gemeindewald Eichwald

Zwei Rotbuchen und eine Hainbuche

Nicht leicht auszumachen sind die zwei unter Schutz stehenden Rotbuchen im Schatthäuser Eichwald.

Die 1930 gepflanzten Buchen wurden erst 2004 in die Liste der zu erhaltenden Bäume aufgenommen.


Schatthausen, Gemeindewald Eichwald

Eine Hainbuche und zwei Rotbuchen

Die um 1860 gepflanzte Hainbuche im Eichwald wurde erst 2004 aufgrund ihrer Seltenheit und Eigenart als schützenswert empfunden und hat seitdem ihren Platz in den Bestandslisten der Stadt Wiesloch.


Schatthausen, Gemeindewald Eichwald

Zwei Stieleichen

Auf 1820 wird das Pflanzjahr der zwei  Stieleichen beziffert die sich im Eichwald von Schatthausen heimisch fühlen. Die Bäume wurde 2004 aufgrund ihrer Seltenheit und Eigenart als schützenswert erachtet.


Schatthausen, Gewann Sechs Morgen, Nähe Eichwald

Stileiche

Über 200 Jahre hat die Stieleiche am Hohlweg nahe des Schatthäuser Eichwalds Wind und Wetter getrotzt.

2004 wurde das Durchhaltevermögen belohnt und die Eiche, aufgrund ihrer Seltenheit und Eigenart, in die Akte der Wieslocher Naturdenkmale aufgenommen.


Schatthausen, Friedhof

Zwei Winterlinden

Vor über 100 Jahren wurden auf dem Schatthäuser Friedhof zwei Winterlinden gepflanzt, die knapp 1 Jahrzehnt danach wegen ihrer Eigenart und der Prägung des Landschaftsbildes als schützenswert erachtet wurden.

Die beiden Bäume befinden sich in guten Zustand und sind Brutstelle für diverse Vogelarten.


Schatthausen, Friedhof

Rotbuche

Eine, um 1910 gepflanzte, Blutbuche ziert den Schatthäuser Friedhof.

Der 17 m hohe Baum wurde 1995 als Naturdenkmal in die Bestandslisten der Stadt Wiesloch aufgenommen und befindet sich, dank regelmäßiger Kontrolle, in gutem Zustand.


Schatthausen, am Portal von Göler Schloss

Winterlinde

Bereits seit 1800 empfängt eine Winterlinde die Besucher am Portal des Schatthäuser von Göler Schlosses.

Der sich im Privatbesitz befindliche, 22 m hohe, Zeitzeuge wurde im Jahre 1996 aufgrund seiner Eigenart und seines prägenden Charakter als schützenswert empfunden.


Schatthausen, Eingang von Göler Schloss

Weißdorn

Auch nach nunmehr 106 Jahren sieht man dem Weißdorn am Eingang des von Göler Schlosses sein Alter nicht an.

Aufgrund seiner Eigenart und Seltenheit steht der Baum seit 1996 unter Schutz und erfreut sich bester Gesundheit.


Wiesloch, am Amtsgericht

Rotbuche

Wer unglücklicherweise schon einmal etwas mit dem Wieslocher Amtsgericht zu tun hatte kam glücklicherweise auch schon einmal an der seit 2004 geschützten Rotbuche vorbei.

Der 1914 gepflanzte Baum wurde aufgrund seiner Eigenart und seines prägenden Charakters für das Ortsbild in das Naturdenkmalverzeichnis aufgenommen.


Wiesloch, am Staatsbahnhof

Winterlinde

Der breitkronige Schattenspender am Wieslocher Staatsbahnhof hat in seinem über 120 jährigen Leben schon so einiges erlebt.

Aufgrund ihrer Eigenart und dem prägenden Charakter für das Wieslocher Ortsbilde wurde die Winterlinde deshalb im Jahre 2004 als schützenswert empfunden und in die Akte der Naturdenkmale hinzugefügt.


Wiesloch, am Bahnhofsvorplatz

Schwarzkiefer

Wie ein kleines Gebirge ragt die Schwarzkiefer auf dem Bahnhofsvorplatz über die sich unter ihr befinden Blechmassen hinaus.

Der 1900 gepflanzte Baum wurde im Jahr 2004 als Naturdenkmal ausgezeichnet. Leider wurde die Schwarzkiefer 2006 Jahr im Rahmen der Baumaßnahmen am Bahnhof leicht beschädigt.


Wiesloch, ehemaliges Forstamt, Paradeisstraße

Blutbuche

Jeder hat sie schon einmal gesehen, die Blutbuche am ehemaligen Forstamt der Stadt Wiesloch.

Der um 1880 angepflanzte Baum befindet sich direkt an der Durchgangsstraße Richtung Heidelberg und ist aufgrund seiner Seltenheit und des Ortsbild prägenden Charakters seit 2004 als Naturdenkmal ausgezeichnet.


Wiesloch, Wilhelmshöhe, PZN

Sechs Winterlinden

Auf der Wilhelmshöhe nahe des PZN's befinden sich auf einer kleinen Anhöhe sieben Winterlinden.

Diese Baumgruppe, die um 1860 angelegt wurde und einen prägenden Charakter für das Ortsbild besitzt, gehört zu den Wieslocher Naturdenkmalen. Die ehemals aus 7 Bäumen bestehende Gruppe seit 1997 als schützenswert ausgezeichnet. Im Jahr 2008 wurde eine kleine siebte Winterlinde nachgepflanzt.


 

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Alte Bilder

Ansicht, Lithografie.

Hauptstraße

Hauptstraße, vor 1890.

Untere Hauptstraße 1910

Untere Hauptstraße 1950/60er

Heidelberger Straße, 1901.

Stadtbahnhof, 1901.

Sammlung Lamerdin

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