Sie sind hier: Home / Aktuelle Nachrichten / 2020 / 11 / Gauangelbach
Diese Seite vorlesen:

Neues Bachbett für den Gauangelbach

Vor die mit Betonfundamenten unterfangenen Ufermauern werden bis zu drei Reihen mit Flussbausteinen versetzt, um künftig die Ufermauern bei Hochwasserereignissen vor einer Unterspülung zu schützen.

In dem Bachabschnitt von der sogenannten Unteren Brücke bis zum ersten Holzsteg wurden in den vergangenen Wochen die vorhandenen Ufermauern abschnittsweise in Segmenten von rund 1,5 Metern durch ein Betonfundament verstärkt, um den statischen Erfordernissen bei einem späteren Aushub des Bachbettes zu genügen.

Als Widerlager und zum Schutz der neuen Fundamente vor einer Unterspülung werden davor mehrere Lagen mit Flussbausteinen eingebaut, die den Bachlauf künftig beidseitig begrenzen. Erst danach kann der Bach bis in die erforderliche Tiefe ausgeräumt werden und das künftige Bachbett kann mit Fischunterständen, Kiesinseln und Wasserstaudenbepflanzungen gestaltet werden. Der neue Bachlauf wird dabei nicht wie vorhanden in einem geraden Gerinne, sondern in unterschiedlicher Breite und einem geschlängelten Verlauf angelegt.

Um die Abflussmenge von 15 Kubikmeter pro Sekunde für ein einhundertjährliches Hochwasser zuzüglich Klimafaktor abzuführen, muss der Abflussquerschnitt des Gauangelbaches deutlich auf geweitet werden. Da die Gewässerbreite durch die beiden Ufermauern mit den dahinterliegenden Straßen begrenzt ist, muss das Bachbett dafür tief ausgeräumt werden. Teilweise ist auch eine Erhöhung der vorhandenen Ufermauern erforderlich, um den vom Wasserrechtsamt geforderten Freibord von 30 Zentimetern im Hochwasserfall durchgehend einhalten zu können. Das Bachbett selbst wird nach aktuellem ökologischen Standard gestaltet werden.