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Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27.01.2024 fand die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus in der Dreifaltigkeitskirche statt. An diesem Tag wird den Millionen von Opfern des nationalsozialistischen Mordens gedacht. Die Stadt Wiesloch und das Psychiatrische Zentrum Nordbaden (PZN) organisieren im jährlichen Wechsel diese Gedenkveranstaltung, um den Opfern Respekt zu zollen und das Engagement für Frieden und Toleranz zu unterstreichen und um der historischen Tragödie zu gedenken.

Pfarrer Bernhard Pawelzik, Oberbürgermeister Dirk Elkemann, der Beigeordnete der Partnerstadt Fonenay-aux-Roses, Dominique Lafon und Prof. Markus Schwarz, Chefarzt der Klinik für Allgemeinpsychiatrie im PZN Wiesloch, hielten sehr bewegende Redebeiträge.

Oberbürgermeister Elkemann betonte besonders die aktuelle Bedeutung, „Insgesamt blicken wir mit Sorge auf eine kritische weltpolitische Situation, unter anderem mit zwei Kriegen in Europa. In vielen europäischen Ländern müssen wir ein Erstarken der Rechten oder von Rechtspopulisten feststellen, und das erschreckende ist: auch in Deutschland.“ Umso wichtiger sei es, dass eine große demokratische Mehrheit der Bevölkerung endlich "wachgerüttelt" sei. Deutschlandweit gibt es Proteste und Demonstrationen für die freiheitliche Grundordnung, für Demokratie und für unsere Verfassung. Eine besondere Ehre und Freude war es Elkemann den stellvertretenden Bürgermeister Dominique Lafon aus Wieslochs französischen Partnerstadt Fontenay-aux-Roses begrüßen zu können. „Wir begehen in diesem Jahr auch das 50.-jährige Jubiläum unserer Städtepartnerschaft“, so Elkemann, „und haben gestern die Feierlichkeiten in beiden Städten geplant. In den vergangenen 50 Jahren haben wir gezeigt, dass aus Erzfeinden doch Freunde werden können. Und der tiefere Sinn dieser Freundschaft sind nicht nur regelmäßige schöne Begegnungen, sondern eben auch eine gemeinschaftliche aktive Sicherung des Friedens.“

Dominique Lafon sprach sehr eindringlich „Liebe Freunde, wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“
 
Alle Redner betonten die Bedeutung der Erinnerung und mahnten zur Wachsamkeit gegenüber jeglicher Form von Diskriminierung und Ausgrenzung.  Eine Schülergruppe der Esther-Bejarano-Gemeinschaftsschule bereicherten die Veranstaltung mit einem Beitrag zur Namensgeberin ihrer Schule. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Albert Kolodeshny mit seinem Akkordeon stimmungsvoll begleitet