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Reste von Hütten und Zäunen werden verladen.

Die Arbeiten zum Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in Altwiesloch haben begonnen. Als eine der ersten Maßnahmen bei der Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahme müssen die aufgelassenen Kleingärten am Leimbach geräumt werden.

Mit einem geplanten Stauvolumen von über 53.000 Kubikmetern soll das Hochwasserrückhaltebecken künftig den Wieslocher Osten und die Innenstadt vor den Auswirkungen eines großen Hochwasserereignisses schützen. Das Becken ist Teil des Hochwasserschutzkonzeptes für den Leimbachoberlauf mit seinen Zuflüssen. Es ist das letzte Becken, das auf den Gemarkungen Wiesloch, Baiertal und Schatthausen errichtet wird. Mit den weiteren Becken bachaufwärts und den Gewässerausbauten in den Ortslagen sorgt das Bauwerk für einen 100-jährlichen Hochwasserschutz zuzüglich Klimafaktor in den besiedelten Bereichen. Dies bedeutet, dass für die nahe Zukunft ein gewisser Zuschlag infolge des Klimawandels bereits berücksichtigt ist.
 
An Stelle der bisherigen Kleingärten, die zum Leidwesen der bisherigen Pächter nicht erhalten werden können, entsteht künftig ein naturnaher Gewässerabschnitt, der als naturschutzrechtlicher Ausgleich für den Eingriff in das Naturschutzgebiet Sauerwiesen-Fuchsloch erforderlich wird. Der neue Gewässerabschnitt wird künftig auch für die Erholungsnutzung der Bevölkerung öffentlich zugänglich sein. Auch die alte Gewölbebrücke über den Leimbach wird in Kürze abgebrochen und durch eine Baustellenbrücke ersetzt werden. Ebenso sollen die notwendigen Ausstockungsarbeiten im Bereich des künftigen Dammbauwerkes noch in diesem Winter ausgeführt werden. Rund 3,9 Millionen Euro wird die Maßnahme kosten, die wiederum vom Land Baden-Württemberg mit 70 % Zuschuss als Hochwasserschutzmaßnahme gefördert wird. Die verbleibenden Kosten teilen sich die Verbandsgemeinden des Abwasser- und Hochwasserschutzverbandes nach einer festgelegten Baukostenumlage je Gemeinde.

Weitere Informationen siehe Seite Hochwasserschutz.