Sie sind hier: Home / Aktuelle Nachrichten / 2020 / 07 / Klimaschutz
Diese Seite vorlesen:

Neue Klimaschutzbeauftragte startet bei der Stadt Wiesloch

Klimaschutzbeauftragte Frau Mandler

Seit 15. Juli 2020 ist die neue Klimaschutzmanagerin Rebekka Mandler bei der Stadt Wiesloch an ihrer neuen Arbeitsstelle angekommen. Anfang des Jahres beschloss der Gemeinderat der Stadt Wiesloch mit großer Mehrheit die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes.

TU und GR im Januar 2020: Sitzungsvorlage Klimaschutzkonzept (483,8 KB)
Dieses Konzept wird mit externer Betreuung erstellt, doch muss dies natürlich auch personell stadtverwaltungsintern getragen werden. Deswegen wurde die dauerhafte Stelle der Klimaschutzmanagerin geschaffen und konnte nun adäquat besetzt werden: Rebekka Mandler hat einen Masterabschluss in Geoökologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) abgelegt und war währenddessen beim Evangelischem Oberkirchenrat im Büro für Umwelt und Energie tätig. „In meinem Masterstudium und bei meiner Arbeit im Büro für Umwelt und Energie habe ich mich bereits viel mit praktischem Klimaschutz und Klimaanpassung befasst“, so die 28-jährige. Im Besonderen hatte sie sich mit dem Thema „Optimierung von Heizungssystemen“ auseinandergesetzt.
“Gerade in diesem Bereich gibt es große Einsparpotentiale und man kann oft mit kostengünstigen Maßnahmen schon viel an schädlichen Emissionen einsparen“, erklärt Mandler.

Priorität ihrer neuen Arbeitsstelle hat nun die federführende Begleitung bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts von städtischer Seite sowie natürlich dessen spätere Umsetzung. Aktuell wird die Datenlage der Energieverbräuche und der Treibhausgasemissionen der Kommunalen Verwaltung erfasst. Auch ein Projekt zur Klimaanpassung ist bereits in der Ideenphase: Ziel wäre beispielsweise die Schaffung von kühlen, öffentlichen Aufenthaltsorten in der Stadt bei Hitzeperioden. Mehr Stadtgrün könnte dabei das wichtigste Thema sein. „Durch Begrünung kann nicht nur klimaschädliches CO2 gebunden werden, Pflanzen sorgen auch für Abkühlung durch Transpiration, also die Verdunstung von Wasser über die Blätter“, erklärt Mandler das Prinzip, das hier zur Anwendung kommen könnte.
Sichtbar machen und weiter ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger rücken will sie natürlich die mehr als aktuellen Themen „Klimawandel und Klimaschutz“. Eventuell soll dazu im Herbst eine Ausstellung im Foyer des Rathauses gezeigt werden, je nach dem was aus aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen Sinn macht.

„Klimaschutz ist für mich nicht nur notwendig, angesichts des voranschreitenden Klimawandels, sondern auch in weiterer Hinsicht sinnvoll“, fasst die Klimaschutzmanagerin ihre Vision zusammen, „ Klimaschutz bringt viele positive Synergieeffekte mit sich. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger macht uns beispielsweise unabhängig von endlichen Ressourcen und ist langfristig kostengünstig. Ich glaube, dass Jeder und Jede von uns einen Beitrag dazu leisten kann. Das Klima macht uns bewusst, dass wir alle von einer intakten Umwelt abhängig sind. Nur gemeinsam können wir uns dem Klimawandel entgegenstellen.“
 
Tipp: Berechnen Sie doch mal ihren CO2-Wert mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamts.