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Aktivitäten für eine nachhaltige Mobilität vorgestellt

Rundreise im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche mit Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder reiste anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche in vier Städten und einer Gemeinde die vielseitigen Aktivitäten des Regierungspräsidiums Karlsruhe im Bereich der nachhaltigen Mobilität vorgestellt. Dabei besuchte sie die Städte Walldorf, Wies-loch, Mannheim und Rastatt sowie die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen. Das Regierungspräsidium ist dort an verschiedenen Projekten zur Förderung der nachhaltigen Mobilität beteiligt.

Erste Station der Regierungspräsidentin war der Wirtschaftsraum Wiesloch/Walldorf, wo sie von Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Stadt Wiesloch und Bürgermeister Matthias Renschler, Stadt Walldorf empfangen wurde. Hier koordiniert das Regierungspräsidium Karlsruhe den 2018 ins Leben gerufenen Mobilitätspakt Walldorf/Wiesloch.

Im Wesentlichen geht es dabei um die Herstellung einer vernetzten, klimafreundlichen Mobilität. Zur Veranschaulichung des Mobilitätspakts Walldorf/Wiesloch und seinen Fortschritten startete heute anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche eine Poster-Aktion: auf den Postern ist unter anderem das Mobilitätspaktlogo und ein QR-Code zu sehen, der Interessierte auf die Homepage des Mobilitätspakts leitet. Dort werden während der gesamten Europäischen Mobilitätswoche Informationen zum Mobilitätspakt bereitgestellt. Zum Start der Poster-Aktion befestigten Regierungspräsidentin Felder, Oberbürgermeister Elkemann und Bürgermeister Renschler ein Poster am Bahnhof Wiesloch-Walldorf. „Es ist toll zu sehen, was sich beim Mobilitätspakt Wall-dorf/Wiesloch bisher getan hat und ich hoffe, dass das Thema mit unserer heutigen Aktion noch mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommt“, so hofft Regierungspräsidentin Sylvia M Felder.
Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Wiesloch betont die Bedeutung des Mobilitätsapkts Walldorf/Wiesloch für den Wirtschaftsraum und die ganze Region: „Das Pendeln im Raum Wiesloch-Walldorf ist nach wie vor schwierig, spätestens nach der Corona-Pandemie zieht das Verkehrsaufkommen wieder deutlich an. Wir sind in der glücklichen Lage in einem wirtschaftlich äußerst starken Gebiet verortet zu sein, in dem viele Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Den dadurch entstehenden Pendlerströmen wollen wir mit innovativen Mobilitätskonzepten entgegentreten. Genau hier greift der Mobilitätspakt an, gemeinsam sind wir mit kompetenten Partnern dabei bestmögliche Lösungen zu erarbeiten. Der Mix aus unterschiedlichen Mobilitätsformen wird hier die Zukunft sein.“
Auch der Walldorfer Bürgermeister Matthias Renschler lobt die positiven Auswirkungen des Mobilitätspakts: „Wir freuen uns, dass bereits zahlreiche Maßnahmen aus dem Mobilitätspakt umgesetzt sind. Dazu gehören in Walldorf unter anderem das Busfahren zum Nulltarif seit Jahresbeginn, die beiden neuen Regiobuslinien von und zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf für den überregionalen öffentlichen Nahverkehr und das vom Gemeinderat Ende Mai beschlossene Radverkehrskonzept. In diesem Zug wird es bald die erste Fahrradstraße in Walldorf geben. Und auch für die Stärkung des Fußverkehrs wird bereits einiges getan. Jetzt hoffen wir, dass es auch bei den neuen Radschnellwegen zügig vorangeht.“

Hintergrundinformationen:
Die Bedeutung des Klimaschutzes ist bekannt. Der Verkehrssektor kann durch eine klimaverträglichere Mobilität einen großen Beitrag dazu leisten. Voraussetzung hierfür ist eine nachhaltige Verkehrswende, die auf allen Ebenen angegangen werden muss. Das Land Baden-Württemberg hat sich hier ehrgeizige Ziele gesetzt. Mit der Einrichtung der Referate 45 „Regionales Mobilitätsmanagement“, die zum 1. Januar 2021 in den Regierungspräsidien ihre Arbeit aufgenommen haben, hat das Land auch in den Regierungspräsidien die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verkehrswende geschaffen. Die Referate 45 kümmern sich schwerpunktmäßig um die Gestaltung der Mobilität von morgen, beraten zu möglichen Förderungen und wickeln diese ab.
 
Mobilitätspakte
In Baden-Württemberg gibt es derzeit fünf Mobilitätspakte unter der politischen Leitung des Ministeriums für Verkehr. Ein weiterer Mobilitätspakt wurde länderübergreifend in der Region Rhein-Neckar gegründet. Er wird vom Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) geleitet. Landkreise, Kommunen, ortsansässige Arbeitgeber und Verkehrsgesellschaften haben sich auf den Weg gemacht, die Mobilität nachhaltig, modern und zukunftsorientiert zu gestalten. Sie arbeiten gemeinsam an regionalen nachhaltigen Lösungskonzepten für Verkehrsprobleme in den jeweiligen Lebens- und Wirtschaftsräumen. Jeder übernimmt gleichermaßen Verantwortung. Ziel der Mobilitätspakte sind Verbesserungen des ÖPNV, des Rad- und Fußverkehrs, der Straßeninfrastruktur und des betrieblichen Mobilitätsmanagements. Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung und Vernetzung alternativer Verkehrsarten, um einen Beitrag zur Erreichung der verkehrspolitischen Klimaschutzziele zu leisten.


Weitere Informationen zu Mobilitätspakten im Land unter:
https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/politik-zukunft/nachhaltige-mobilitaet/mobilitaetspakte/
https://www.mobipakt-wa-wi.de/ (Mobilitätspakt Wa/Wi)
https://www.mobipakt-rastatt.de/ (Mobiitätspakt Rastatt)
 

Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG)
Mit der Förderung durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) unterstützt das Land Baden-Württemberg seine Kreise und Gemeinden sowie Verkehrsunternehmen beim Bau, Aus- und Umbau ihrer Verkehrsinfrastruktur in den drei Bereichen kommunaler Straßenbau, öffentlicher Personennahverkehr sowie Rad- und Fußverkehr. Im Mittelpunkt stehen dabei Maßnahmen, die die Verkehrswende hin zu einer klima-, menschen- und umweltfreundlichen Mobilität voranbringen.
 
Übersicht der Förderbereiche:
https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/wirtschaft/foerderungen/fb88/strassenbau-kommunal/
https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/wirtschaft/foerderungen/seiten/rad-und-fussverkehr/
https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/wirtschaft/foerderungen/fb85/oepnv/
 
Förderprogramm „Förderung qualifizierter Fachkonzepte im Kontext der Förderung nachhaltiger Mobilität in Baden-Württemberg“
Durch das Förderprogramm „Förderung qualifizierter Fachkonzepte im Kontext der Förderung nachhaltiger Mobilität in Baden-Württemberg“ unterstützt das Land Baden-Württemberg seit Ende 2020 Kommunen in der Erstellung von Konzeptionen, die sich mit der Gestaltung von nachhaltiger Mobilität und der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr beschäftigen. Hierzu zählen übergreifende Planwerke, wie zum Beispiel Klimamobilitätspläne oder Konzepte für ruhige und sichere Ortsmitten, aber auch spezifische Konzepte, wie beispielsweise zum Rad- und Fußverkehr oder zum Aufbau von Ladeinfrastruktur. Förderanträge können bei dem jeweiligen zuständigen Regierungspräsidium eingereicht werden. Weitere Informationen: https://www.aktivmobil-bw.de/foerdermittel/foerdermittel-des-landes/konzeptfoerderung/
 
Europäische Mobilitätswoche
Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) ist eine Kampagne der Europäischen Kommission, in Deutschland koordiniert durch das Umweltbundesamt. Sie findet seit 2002 jährlich zwischen dem 16. und 22. September statt. Unter dem diesjährigen Motto „Besser verbunden“ präsentieren und veranstalten europaweit Kommunen Projekte und Aktionen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität.
 
Weitere Informationen zur Europäischen Mobilitätswoche unter:https://www.umweltbundesamt.de/europaeische-mobilitaetswoche
 

Quelle: PM des Regierungspräsidiums Karlsruhe