Diese Seite vorlesen:

Änderungen im Wohngeld

Änderungen durch das Wohngeldstärkungsgesetz für Wiesloch.

Zum 01.01.2020 trat das Wohngeldstärkungsgesetz in Kraft, welches unter anderem durch die
•    Erhöhung der Wohngeldleistungen und
•    weiteren Vergünstigungen wie z.B. die Erhöhung des Einkommensfreibetrages zum Tragen kommt.
 
Zudem erhöht sich die Mietenstufe für Wiesloch von IV auf V, was beispielsweise für ein zu berücksichtigendes Haushaltsmitglied eine anrechenbare Miete von 525 € statt 434 € und bei vier anrechenbaren Haushaltsmitgliedern 884 € statt 730 € ausmacht.
 
Hier kann für einige Haushalte (insbesondere Rentner/ innen und Familien), die bisher nicht oder nicht mehr berücksichtigt werden konnten, künftig wieder ein Wohngeldanspruch entstehen.
Wohngeldempfänger die im laufenden Bezug sind, müssen hierzu nichts veranlassen.
Die Wohngeldstelle empfiehlt, gerade Haushalten mit niedrigerem Einkommen, eine Prüfung des Wohngeldanspruchs. Gerne kann eine Probeberechnung bei der Wohngeldbehörde Wiesloch durchgeführt werden bzw. ein Antrag gestellt werden.
 
Kontakt:
Wohngeldstelle, Rathaus Wiesloch, Marktstraße 13
wohngeldbehoerde@wiesloch.de
Telefon: 06222 84-411 oder 84-375

Ergänzende Infos des Regierungspräsidiums:

Wohngeldreform tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Hierdurch profitieren mehr Menschen im Land von höherem Wohngeld.
 
Mehr finanzielle Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen: Durch die Erhöhung des Zuschusses zu den Wohnkosten für Bürgerinnen und Bürger werden einkommensschwache Haushalte entlastet.
 
In den vergangenen Jahren sind die Wohnkosten und Verbraucherpreise insbesondere in den Ballungsräumen von Baden-Württemberg deutlich gestiegen. Die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes hat dadurch mit der Zeit abgenommen. Durch die nun im Deutschen Bundestag und im Bundesrat beschlossene Erhöhung des Wohngeldes ab dem 1. Januar 2020 wird das Wohngeld wieder gestärkt und der Anstieg der Wohnkosten und Verbraucherpreise seit der letzten Reform, die am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, ausgeglichen.
 
Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt, der bisher schon Wohngeld bekommen hat, wird künftig statt 145 Euro rund 190 Euro monatlich erhalten. Dies entspricht einer Steigerung von rund 30 Prozent.
 
Gleichzeitig wird die Reichweite des Wohngeldes erhöht und der Kreis der Berechtigten erweitert. Vor allem Familien und Rentner mit geringem Einkommen werden hiervon profitieren. Nach einer Schätzung könnten etwa 20.000 zusätzliche Haushalte im Land einen Erstantrag auf Wohngeld stellen.
 
Neben der Anpassung der Wohngeldhöhe werden auch die Miethöchstbeträge angehoben und eine neue Mietenstufe VII für Haushalte in Kommunen mit besonders hohem Mietenniveau eingeführt.
 
Schließlich unterliegt das Wohngeld künftig einer Dynamisierung. Hierdurch wird es automatisch, also ohne Erfordernis einer gesetzlichen Änderung, alle zwei Jahre an die eingetretene Entwicklung der Mietpreise und der allgemeinen Lebenshaltungskosten angepasst. Die Fortschreibung stellt sicher, dass die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes als sozialpolitisches Instrument der Wohnungspolitik erhalten bleibt.
 
Das Wohngeld wird als Mietzuschuss oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer geleistet. Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach Haushaltsgröße, Einkommen und Miete bzw. Belastung. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau ermutigt Menschen mit geringerem Einkommen ausdrücklich, bei ihren zuständigen Wohngeldbehörden einen eventuellen Wohngeldanspruch prüfen zu lassen. Zuständig dafür sind, je nach Wohnort, die Großen Kreisstädte oder die Landratsämter.