An- und Umbau des Feuerwehrhauses Wiesloch startet
In der vergangenen Woche fand am Wieslocher Feuerwehrhaus der obligatorische Spatenstich für den aktuellen Umbau im Jahr 2026 statt.
„So viele Menschen fahren täglich an unserer Wache vorbei“, so Wieslochs Abteilungskommandant Marco Friz, „da ist es uns wichtig zu zeigen, was hier so geschieht.“
Denn geschehen wird Viel und ist auch schon Einiges. Vor dem Feuerwehrhaus wurde eine kleine „Insel“ abgebrochen und erste Vorbereitungen wurden bereits in Eigenarbeit durch die Ehrenamtlichen gestemmt. Gemeinsam mit der feuerwehrinternen Projektgruppe um Abteilungskommandant Marco Friz, Stefan Glasl und Jonas Mittenzwei wurden in den vergangenen Monaten mit der Hochbauabteilung der Stadt, den Architekten und Planern und anderen Gewerken unzählige Stunden Arbeit investiert, so dass der Umbau nun starten kann. Nach dem Neubau 1962 und dem Anbau 1982/1983, ist dies nun der zweite Ausbau des Feuerwehrhauses in Wiesloch am Standort in der Baiertaler Straße.
Entstehen wird am Feuerwehrhaus vor zwei bisherigen Garagen ein neuer Anbau mit sanitären Anlagen, Duschen einer zentralen Einsatzumkleide. Dazu müssen zwei Fahrzeuge weichen. Diese finden einen neuen Platz neben dem bestehenden Feuerwehrhaus Richtung Altwiesloch, in einem bereits in der Entstehung befindlichen Anbau und in einem neu geschaffenen Einstellplatz, wo heute noch ein Zugang ins Feuerwehrhaus ist. Außerdem werden vor dem Feuerwehrhaus neue Abstellflächen, Fahrradparkplätze und ein Leichtflüssigkeitsabscheider angelegt, der bis 3 Meter in die Tiefe reicht. Rund 1 Million Euro investiert die Stadt Wiesloch hier. Verschiedene Zuschüsse kommen vom Land in Höhe von knapp 95.000 Euro. Im März 2027 soll alles fertig sein. Auf Grund des Umbaus wird es aber 2026 an Ort und Stelle keinen „Tag der Helfer geben können“.
„Der Ausbau ist seit langem ein großes Anliegen der Kameradinnen und Kameraden der Wieslocher Feuerwehr“, so OB Dirk Elkemann, “der Zustand sich hinter den ausrückenden Fahrzeugen umzuziehen, war schon lange nicht mehr tragbar, auch was die sanitären Anlagen und Barrierefreiheit angeht, muss dringend nachgebessert werden.“ Sein Dank geht an die gesamte Planungsgruppe der Ehrenamtlichen und an allen am Bau Beteiligten Fachfirmen und Gewerke.
„2009 gab es bereits erste Ideen für den Umbau“, stellt Marco Friz die Historie dar, „2019 wurden diese aber dann nochmals konkreter.“ Auch bei Begehungen zeigte sich, dass die Situation „schon teilweise grenzwertig und gefährlich ist“. Stolz sei er auf die Feuerwehr, dass alle aktiv mithelfen, und Ehrenamt und Hauptamt eng zusammenarbeiten. Eigenhändig habe man eine Garage abgebrochen, so dass an der Seite der neue Anbau entstehen kann. Auch ein Treppenlift konnte durch eine Sachspende realisiert werden. Dass eine Baustelle im und um das Feuerwehrhaus nicht leicht wird ist klar, „wenn der Piepser schrillt, müssen die Abläufe trotzdem klappen und mit Hilfe des Umbaus optimiert werden.“ Wenn alles fertig ist, bekommt man aber bessere hygienischere Zustände und schnellere Abläufe.