Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion

Die Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion erfüllt Kindern von finanziell schwachen Familien zu Weihnachten Wünsche, und setzt dabei auf 100 % ehrenamtliches Engagement ohne Verwaltungs­kosten. Helfen Sie mit – gemeinsam schenken wir Freude!

Logo der Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion.
Logo der Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion.

Leid gibt es in unserem unmittelbaren Umfeld, auch in Wiesloch. So können jedes Jahr Mütter und Väter aus finanziellen Gründen Weihnachtswünsche ihrer Kinder nicht erfüllen. Das klar gesteckte Ziel der Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion ist es, am Weihnachtsfest ein Leuchten in all jene Kinderaugen zu bringen, in denen aufgrund der familiären Situation vielleicht eher Tränen fließen würden. Seit Jahren schon überzeugt das Orga-Team mit dieser Idee viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, diese Aktion mit Geldspenden und Geschenkpatenschaften zu unterstützen. Es ist eine direkte Hilfe, denn es fallen keine Verwaltungskosten an, da die Initiatoren alle ehrenamtlich arbeiten.

Helfen Sie mit: Geschenke-Patenschaften und Geldspenden

Es gibt zwei Wege, Abhilfe zu schaffen, Gutes zu tun und die Kleinsten unserer Gesellschaft glücklich zu machen:

Geschenke-Patenschaften
Die Übernahme einer Geschenke-Patenschaften ist für alle jene, die direkt helfen wollen, vorgesehen. Für Geschenke-Patinnen und -Paten bieten wir die Möglichkeit, Ende November Wunschzettel im Foyer des Wieslocher Rathauses abzuholen, um dann Geschenke selbst einzukaufen. Die eingekauften Geschenke werden Ende November / Anfang Dezember bei uns abgegeben. Bitte die Geschenke nicht verpacken, dies werden die Eltern selbst übernehmen. Ausgenommen sind bei der Aktion lebende Tiere, elektrische Geräte, Spielekonsolen, Mobiltelefone und Computer. 

Geldspenden
Es besteht die Möglichkeit, auf die Konten der Stadt Wiesloch Geld einzuzahlen.
Volksbank: Konto 33 707 (BLZ 672 922 00, Iban-Nummer: DE 71 672 922 00 00 000 33 707)
Sparkasse Heidelberg Konto 50 007 235 (BLZ 672 500 20, Iban-Nummer: DE 84 672 500 20 00 50 007 235),
Wichtig: Bitte bei der Überweisung als Verwendungszweck „Wieslocher Weihnachts-Wunsch-Aktion“ angeben.
Von den Spenden, die bis Mitte Dezember eingehen, werden die Mitglieder des Projekt-Teams offene Geschenke einkaufen und rechtzeitig vor Heiligabend an die Eltern übergeben. Spenden, die uns außerhalb des Aktionszeitraumes erreichen, werden für Weihnachten im Folgejahr oder für „Herzenswunsch-Notfälle“ in der Zeit dazwischen verwendet.

Orga-Team und Multiplikator*innen

Hinter der „Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion“ stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener sozialer Einrichtungen, wie beispielsweise der Bürgerstiftung, des Ehrenamtsbüros der Stadt, der Kirchengemeinden, des Malteser Hilfsdienst, des IB-Jugendzentrum und des DRK, die sich seit 2012 für die Aktion ehrenamtlich engagieren.
Wichtig dabei sind auch die Multiplikatoren, die aufgrund ihrer Netzwerkstruktur und Verbindungen engen Kontakt zu unserer Zielgruppe, den „unerfüllten Herzenswünschern“, haben. Im Fokus sind Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren, aus der Kernstadt und den Stadtteilen Altwiesloch, Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen. Auch die Benennung von Geschwisterkindern bis 16 Jahre ist möglich. Diese Multiplikatoren sind in erster Linie die Kindergärten und Grundschulen, naturgemäß die Kirchen und auch Beratungsstellen verschiedener Träger. Sie alle sprechen in den Monaten vor Weihnachten Familien aus unserer Zielgruppe direkt an und überreichen einen Wunschzettel, in dem die Wünsche der Kinder aufgeschrieben werden können.

Ein klar gestecktes Ziel
Unser klar gestecktes Ziel ist es, zum Weihnachtsfest ein Leuchten in all jene Kinderaugen zu bringen, in denen aufgrund der familiären Situation vielleicht eher Tränen fließen würden. Wichtig ist es, dass nicht Gebrauchsartikel benannt werden, sondern tatsächlich die Sehnsüchte und Träume der Kinder aufgeschrieben werden.

Die Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion und der Kinderförderfonds
Sollte, wie in den Vorjahren, ein Überschuss dank der Spendenfreudigkeit der Bürgerinnen und Bürger verbleiben, wollen wir „nicht auf dem Geld sitzen bleiben“, sondern unterstützen den Kinderförderfonds des Diakonische Werkes und des Caritasverbandes. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist die inhaltliche Übereinstimmung mit der Zielsetzung unserer weihnachtlichen Aktion. So wird über den Kinderförderfonds gewährleistet, dass mit der Spende bestimmungsgemäß ausschließlich Wieslocher (mit den Stadtteilen) Kinder im Alter bis zu zehn Jahren unterstützt werden sowie in speziellen Fällen auch deren ältere Geschwister. Und dies nicht nur an Weihnachten. Wir hoffen auch dieses Jahr wieder auf Ihre großzügige Unterstützung unserer Aktion.

Kontaktmöglichkeiten zum Orga-Team

Bilanz Weihnachtswunsch-Aktion 2025

Auf dem Foto: Ines Adam, Jindro Stehlik, Marina Sandritter (MLP), Eva Helmlinger (HDM) und Bürgermeister Ludwig Sauer.
Ines Adam, Jindro Stehlik, Marina Sandritter (MLP), Eva Helmlinger (HDM) und Bürgermeister Ludwig Sauer. | © Stadt Wiesloch

Die Weihnachtswunsch-Aktion 2025 in Wiesloch ist auch im 14. Jahr wieder erfolgreich zu Ende gegangen. Diesmal können nach Mitteilung des Organisationsteams 215 Kinder am Heiligabend beschenkt werden.

„Wir bedanken uns vor allem bei denjenigen, die uns in den Schulen, Kindertagesstätten und Beratungsstellen so toll unterstützt haben“, so Ines Adam stellvertretend für das Team. Diese haben im Vorfeld bereits die Namen der zu Beschenkenden zusammengetragen und weitergeleitet und als Multiplikatoren wertvolle und unverzichtbare Unterstützung geleistet. Ziel war es, wie in all den Jahren zuvor, Kindern Herzenswünsche zu erfüllen und zwar dann, wenn deren Eltern finanziell dazu nicht in der Lage sind.

„Wir hatten auch 2025 wieder tolle Kooperationspartner in Wiesloch“, verwies Jindro Stehlik auf die Hilfe von Firmen. So hingen bei der MLP, den Heidelberger Druckmaschinen und Physiomed Hecker jeweils Wunschzettel aus, die von den Beschäftigten oder Kundinnen und Kunden erfüllt wurden. Die dann eingekauften Geschenke wurden vor Ort eingesammelt und später an die Verantwortlichen der Aktion weitergeleitet. Aber auch andere Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich wieder rege, dies war wieder auf zwei Arten möglich: Zum einen konnten sie die im Rathaus aufgehängten Wunschzettel direkt abholen, um sich dann als „Christkind“ zu betätigen, zum anderen bestand die Möglichkeit, Geld zu spenden. „Wir haben dann 3.200 Euro in die Hand genommen und als Team für die Kinder Geschenke gekauft“, so Adam. In diesem Jahr war wieder ein Limit von 60 Euro pro Präsent gesetzt worden.
Die Eltern konnten später die Geschenke in den Schulen, Kindertagesstätten und Einrichtungen abholen und selbst einpacken. So wurde das Motto „Ein Geschenk der Eltern, darauf kommt es uns an“, wieder erfüllt. Ein Überschuss an Spendengeldern geht zweckgebunden wieder an den „Kinderförderfonds Südliche Kurpfalz“.  
 

Ludwig-Wagner-Preis für Team der Weihnachtswunsch-Aktion

Presseartikel Dezember 2023, hds:
Mit dem „Ludwig-Wagner-Preis“ wurde jetzt das Organisationsteam der Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion, die bereits zum zwölften Male in diesem Jahr stattfindet, im Ratssaal des Rathauses im Rahmen einer Feierstunde ausgezeichnet. Der Preis, zurückgehend auf den engagierten Sozialdemokraten Ludwig Wagner und Ehrenbürger Wieslochs, wurde erstmals 2003 verliehen. Der Vorsitzende des zuständigen Kuratoriums, Richard Ziehensack, konnte zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen auch einige ehemalige Preisträger. „Wagner hat sich stets für das ehrenamtliche Engagement stark gemacht“, sagte Ziehensack. Das Kuratorium war damals auf eine Initiative von Gert Weisskirchen gegründet worden.
Vor zwölf Jahren war es Lars Castellucci, der von einer Reise nach Köln die Idee, dort „geboren“ von Pfarrer Hans Mörtter, mit in die Weinstadt brachte. Schnell bildete sich ein Team, um dies auch hier vor Ort umzusetzen. Und so erhielten Ines Adam, Andrea Gärtner, Jindro Stehlik, Klaus Schmidt, Peter Schmid und Hans-Dieter Siegfried jetzt die Auszeichnung. Neben einer Urkunde gab es auch einen Scheck in Höhe von 1000 Euro, dieser Betrag fließt in die Kasse der Aktion.

Die Laudation hielt, eigens aus Köln angereist, Mörtter. „Es ist schön, hier eine Filiale meiner Initiative von vor 17 Jahren vorzufinden“, lobte er das ehrenamtliche Engagement des Teams. „Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen“, betonte er und das Wichtigste sei stets, das Wünsche erfüllt werden. „Ihr seid jetzt meine Tochter und ihr werdet so langsam erwachsen“, meinte er in Richtung der Geehrten und fügte hinzu „Macht weiter so“. Er meinte, eine solche Aktion müsse eigentlich in jeder Stadt stattfinden. Er berichtete im Detail über den Ablauf „seiner“ Aktion in der Domstadt und betonte, es sei stets wichtig, sich um andere Menschen zu kümmern. Castellucci meinte bei der Preisverleihung, es tue gut, Danke zu sagen, nicht nur an das Orga-Team, sondern auch in Richtung Kuratorium. Ines Adam und Jindro Stehlik stellten dann die Umsetzung des Kölner Vorbilds in der Weinstadt konkret vor. „Wir konnten in diesem Jahr wieder zu unserer ursprünglichen Form zurückkehren“, berichteten sie. Während der Corona-Phase hatte man auf Gutscheine umgestellt, in diesem Jahr hingen im Rathaus wieder die Wunschzettel aus. „Ohne die Unterstützung all jener Organisationen, die uns zugearbeitet haben, hätten wir nicht diesen Erfolg gehabt“. Der spezielle Dank ging dabei an die Multiplikatoren wie Kirchen, Schulen, Kindergärten, Diakonie und das Integrationsbüro. Von dort seien all jene benannt worden, deren Eltern nicht alleine in der Lage sind, Weihnachtswünsche zu erfüllen.

Auch wurde der Hut symbolisch vor all jenen gezogen, die sich als Patinnen und Paten eingebracht haben und Geschenke eingekauft haben. Diese werden dann an die Eltern verteilt, die dann selbst als „Schenker“ agieren können. „Wir haben viele Leute dabei, die sich bereits seit Jahren mit dabei sind und Geschenke kaufen“, dankte Adam. Für musikalische Einlagen und Weihnachtsliedern am Ende sorgten Julia Dörr und Heiner Röschinger.