Fontenay-aux-Roses, Frankreich

Die französische Stadt Fontenay-aux-Roses liegt südwestlich von Paris. Die Städtepartnerschaft besteht seit 1974.

Historisches Rathaus mit französischer Beflaggung.
Historisches Rathaus mit französischer Beflaggung. | © Fontenay-aux-Roses, C. Voisin

Die Stadt liegt im Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France und hat zirka 23.000 Einwohner. Die Entfernung zum Zentrum von Paris beträgt etwa neun Kilometer. Die französische Atomenergiebehörde CEA2 unterhält ein Kernforschungszentrum in Fontenay. 

Über Fontenay-aux-Roses

Wo genau liegt Fontenay-aux-Roses?

Historisches

Fontenay-aux-Roses wurde erstmals gegen Ende des 11. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Fontenay war damals ein kleiner Weiler, der zum Dorf Bagneux gehörte. Im 13. Jahrhundert zählte das Dorf 220 Einwohner, die meisten waren Bauern und Winzer. 1460 hatte Fontenay gerade noch 90 Einwohner. Mit Genehmigung des Königs Heinrich 3. igelte sich das Dorf in Palisaden ein, um sich so vor Soldaten, Vagabunden und Landstreichern zu schützen.

Außer Weinbau wurden auf der Gemarkung von Fontenay erfolgreich Rosen kultiviert, daher der Name Fontenay-aux-Roses. Gemäß einem sehr alten Brauch waren die Herzöge und Adligen von Frankreich verpflichtet, zu einer jährlich wiederkehrenden Zeremonie Rosen in das Parlament von Paris zu bringen. Fontenay hatte schließlich das Vorrecht, in Form von Kränzen und Sträußen den Rosenstrauch des Hofes zu beliefern. Dieser besaß das Verkaufsmonopol. Als sich die Mode änderte, wurden die Rosengärten zugunsten von Blumen- und Fruchtkulturen aufgegeben.

Im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts entwickelte sich unter den reichen Einwohnern von Paris die Mode, sich Landhäuser, die auch Châteaux getauft wurden, bauen zu lassen. Einige von ihnen bestehen heute noch. Rund um diese schönen Häuser gab es einige Berühmtheiten, die die Ruhe auf dem Land suchten. Als die Revolution ausbrach, zählte Fontenay-aux-Roses 850 Einwohner.

Neben den Auswirkungen der Kriege, der Eisenbahn und des Automobils veränderte sich vor allem in den letzten 30 Jahren das Gesicht des alten Dorfes beträchtlich. Es wurden zahlreiche Mehrfamilienhäuser und soziale Einrichtungen gebaut.

Foto-Galerie

Un grand merci et des salutations à Fontenay-aux-Roses, la municipalité a mis ces photos à notre disposition. 

Berichte über Austausche

TSG Wiesloch Badminton: Teilnahme an einem Turnier - April 2026

Gruppenfoto beim Sight-Seeing in Paris.
Sight-Seeing in Paris. | @ TSG Wiesloch Badminton

Vor den Toren von Paris liegt Wieslochs Partnerstadt Fontenay-aux-Roses, dessen Badmintonverein Association Sportive Fontenaisienne (ASF) über das Wochenende vom 25./26. April 2026 zum Badmintonturnier „Bad’n Roses“ einlud. Eine dieser Einladungen fand auch seinen Weg zur Badminton-Abteilung der TSG Wiesloch, und sieben SpielerInnen nahmen sie gerne an. Die Badmintonwettkämpfe waren natürlich das Herzstück dieser Reise, doch die Nähe zu Paris ist viel zu verlockend, um sie nicht mit ein paar Stunden in der Stadt der Liebe zu verknüpfen. Folglich brach man freitags sehr früh von Wiesloch auf und konnte noch am gleichen Tag das Kaiserwetter in dieser besonderen Stadt genießen.

Abends waren die SpielerInnen zu einem kleinen Empfang in der Sporthalle eingeladen, an der neben einigen Funktionären des Sportvereins auch die Bürgermeisterin Pauline Le Fur, Stadträtin Aline Venturini sowie der Abgeordnete für Sport, Lamine Dia, teilnahmen und die Gäste aus Wiesloch aufs Herzlichste willkommen hießen. Beide Seiten freuten sich, dass der sportliche Austausch zwischen den beiden Vereinen der Partnerstädte in den letzten Jahren intensiviert werden konnte und lebendig sei.

Im Turnier wurden Damen-Doppel, Herren-Doppel und Mixed gespielt, wobei die Mixed-Wettbewerbe erst am Sonntag ausgetragen wurden. Für die Wieslocher Herren-Doppel Kevin Krumbach / Johannes Gleixner und Nils Neumann / Vikram Mallavaram ging es am Samstag schon um 8 Uhr los. Das Losglück war unseren Spielern nicht hold, gleich im ersten Spiel kam es zum Wiesloch-Duell, aus dem das Duo Neumann / Mallavaram erfolgreich hervorging. Nach zwei Vorrundenspielen beider Duos schieden Kevin und Johannes leider aus, Nils und Vikram zogen in die Runde der letzten 16 ein. In der darauffolgenden KO-Runde musste man sich den französischen Gegnern 21:16 und 21:15 geschlagen geben, somit waren nun alle Herren Der TSG Wiesloch ausgeschieden.

Am Nachmittag gingen Bianca Litterst und Silke Vormbrock für die TSG Wiesloch an den Start. Die beiden Damen konnten sich in ihrer Gruppe souverän durchsetzen und gewannen beide Vorrundenspiele. Durch das kleine Teilnehmerfeld der Damen folgte im Anschluss schon das Halbfinale in dieser Spielklasse, was die beiden Wieslocherinnen 21:11 und 21:7 deutlich für sich entscheiden konnten. Erst im Finale mussten sich Bianca und Silke einem starken, französischen Duo geschlagen geben, waren aber mit ihrer Leistung in diesem Turnier sehr zufrieden.

Bei den Mixed-Wettbewerben am Sonntag gingen Jana Lotta Pfeffer mit Nils Neumann und Silke Vormbrock mit Johannes Gleixner an den Start. Es wurde in 5 Leistungsklassen und in Gruppen à 4 Teams gespielt, alle Teilnehmer hatten somit drei Vorrundenspiele. Jana Lotta Pfeffer und Nils Neumann gewannen zwei ihrer Vorrundenspiele und zogen ins Halbfinale ein, Silke Vormbrock und Johannes Gleixner konnten nur ein Vorrundenspiel gewinnen und schieden leider nach der Gruppenphase aus. Im Halbfinale war dann ebenfalls Schluss für Jana und Nils, unser Mixed-Duo verlor glatt in 2 Sätzen.
Alle SpielerInnen hatten bei diesem ganz ausgezeichnet organisierten Turnier eine großartige Zeit, man wurde vom Gastverein zuvorkommend aufgenommen und liebevoll umsorgt. Selbstverständlich sprachen die Wieslocher den französischen Spielern zum diesjährigen Bacchus Turnier am 29./30. August eine herzliche Einladung aus und man hofft sich schon bald in Wiesloch am Netz gegenüberzustehen. Dann lockt auch sicher ein Ausflug ins wunderschöne Heidelberg. À bientôt, chers amis!

(Quelle: TSG Wiesloch Badminton)