Gelungener Start in das Jahr 2026: Neujahrsempfang der Stadt Wiesloch
Mit dem Neujahrsempfang 2026 ist die Stadt Wiesloch gemeinsam mit rund 400 Gästen aus Bürgerschaft, Ehrenamt, Politik und Gesellschaft feierlich ins neue Jahr gestartet.
Im Staufersaal und Foyer des Palatins begrüßte Oberbürgermeister Dirk Elkemann die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger und hieß sie herzlich willkommen. Musikalisch wurde der Abend vom Sinfonieorchester der Musikschule Südliche Bergstraße unter der Leitung von Nadine Bösing schwungvoll eröffnet und sorgte für besondere Genussmomente am gesamten Abend.
Rückblick 2025 - Ausblick 2026
In seiner Ansprache verglich Oberbürgermeister Dirk Elkemann das neue Jahr mit einem Marathon: voller Motivation zu Beginn, mit Herausforderungen auf dem Weg – aber mit Durchhaltevermögen und gegenseitiger Unterstützung gemeinsam gut zu bewältigen. In seiner Ansprache stellte der Oberbürgermeister dann die zentralen Handlungsfelder der Stadt vor. Als „roten Faden“ für die aktuellen und kommenden Vorhaben nannte er die Bereiche Bildung, Klimaschutz und Wohnen.
Im Schwerpunkt Bildung prägt vor allem die Sanierung des Ottheinrich-Gymnasiums die städtische Agenda. Trotz eines ursprünglich vom Gemeinderat festgelegten Kostenrahmens von 30 Millionen Euro liegt die aktuelle Kostenprognose bei 37,5 Millionen Euro und damit weiterhin im Rahmen der ursprünglichen Schätzung angesichts deutlich gestiegener Baupreise. Parallel dazu befinden sich weitere Schulbauprojekte in Vorbereitung: In Frauenweiler soll die Grundschule erweitert und eine neue Mehrzweckhalle errichtet werden, die künftig auch als Mensa für das Ganztagsangebot dient. Zudem wird gemeinsam mit den Nachbarkommunen die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule vorbereitet, für die während der Bauphase ein Interim im ehemaligen Gebäude der Gerbersruh-Schule vorgesehen ist.
Auch im Bereich Klimaschutz treibt die Stadt ihre Projekte konsequent voran. Erstmals wird eine Freiflächen-Photovoltaikanlage in den Grumbwiesen südlich des Bahnhofs realisiert. Darüber hinaus arbeiten die Stadtwerke Wiesloch an der Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung: Neben dem Freibad entsteht eine neue Wärmeerzeugungsanlage, ergänzt durch einen großen Wärmespeicher sowie den schrittweisen Ausbau von Photovoltaik und einer Luft-Wärme-Pumpe.
Im Themenfeld Wohnen wurden ebenfalls wichtige Fortschritte erzielt. In Baiertal wurde der Bebauungsplan für das Gebiet „Alte Hohl“ auf den Weg gebracht, der die Schaffung moderner Wohnformen ermöglicht. Ein weiterer Meilenstein ist die Entwicklung der Äußeren Helde: Nach Abschluss der Erschließung und der Bauleitplanung beginnt nun die Vermarktung der Grundstücke.
Daneben blickte der Oberbürgermeister auch auf besondere Herausforderungen des vergangenen Jahres zurück. Dazu zählten erhöhte Sicherheitsanforderungen bei Veranstaltungen, der zeitweise Ausfall der Trinkwasserversorgung in Teilen der Kernstadt sowie ein Amok-Fehlalarm am Ottheinrich-Gymnasium.
Positive Akzente setzten zahlreiche erfreuliche Ereignisse: die Einweihung des Synagogenplatzes in Baiertal, der Beginn des Glasfaserausbaus in Schatthausen, neue soziale und kulturelle Angebote in der Kernstadt sowie mehrere Jubiläen bedeutender Einrichtungen und Institutionen. Mit diesem Rückblick zog der Oberbürgermeister ein Fazit eines ereignisreichen Jahres und richtete zugleich den Blick auf die anstehenden Aufgaben der kommenden Zeit.
Mit Blick auf das Jahr 2026 unterstrich der Oberbürgermeister die besondere Verantwortung der kommunalen Gremien. Gerade in herausfordernden Zeiten gelte es, politische Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen, transparent zu erläutern und konsequent an einer lebenswerten Zukunft für die Stadt zu arbeiten.
Vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltslage werden bestehende Standards überprüft werden müssen. Bereits Ende Januar kommt der Gemeinderat gemeinsam mit den Ortschaftsräten zu einer Klausurtagung zusammen, um die weiter schwieriger werdende finanzielle Situation zu beraten. Dabei wird es auch zu spürbaren Einschränkungen kommen. Der Verzicht auf das Winzerfest und die Schließung des Heimatmuseums markieren nach den Worten des Oberbürgermeisters voraussichtlich erst den Beginn notwendiger Konsolidierungsmaßnahmen.
Gleichzeitig betonte er, dass trotz der finanziellen Rahmenbedingungen wichtige Zukunftsprojekte realisiert werden können, sofern klare Prioritäten gesetzt werden. Die Schwerpunkte Bildung, Klimaschutz und Wohnen bleiben auch 2026 leitend. Im Bereich Wohnen sind zudem erste Vorbereitungen für eine verdichtete Bebauung zwischen Lempenseite und Güterstraße vorgesehen.
Darüber hinaus rückt die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt weiter in den Fokus. Das neue Gewerbegebiet entlang der L 723 soll in absehbarer Zeit vermarktet werden; die entsprechenden Grundsätze wurden bereits beschlossen.
Parallel dazu wird der Umbau der Verwaltung hin zu einem digitalen Dienstleister weiter vorangetrieben. Insgesamt zeigte sich der Oberbürgermeister zuversichtlich, dass die Stadt Wiesloch gemeinsam mit allen Stadtteilen auch unter schwierigen Bedingungen vorangebracht werden kann. Die Stärkung des Ehrenamts und des gesellschaftlichen Zusammenhalts bleibe dabei ein zentrales Anliegen, um den Bürgerinnen und Bürgern Zuversicht und Orientierung für die Zukunft zu geben.
Ehrungen für ehrenamtliches Engagement
Landesehrennadel des Landes Baden-Württemberg
Im Rahmen des Neujahrsempfangs würdigte die Stadt Wiesloch das vielfältige und herausragende ehrenamtliche Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Oberbürgermeister betonte dabei, wie unverzichtbar der freiwillige Einsatz für das Gemeinwohl sei – getreu dem Motto: „Ehrenamt ist nicht umsonst, sondern unbezahlbar.“
Eine besondere Auszeichnung erhielt Hugo Groß, dessen außergewöhnliches Engagement mit der Landesehrennadel des Landes Baden-Württemberg geehrt wurde.
Ehrenplaketten der Stadt Wiesloch
Darüber hinaus zeichnete die Stadt weitere verdiente Ehrenamtliche aus: Zwei junge Engagierte sowie mehrere langjährig tätige Bürgerinnen und Bürger erhielten die silberne Ehrenplakette der Stadt Wiesloch:
- Linnea Zimmermann (junge Menschen)
Linnea Zimmermann engagiert sich in herausragender Weise in kirchlichen, schulischen und politischen Gremien, unter anderem im Jugendgemeinderat, als Gruppenleiterin der Ministranten sowie als Schülersprecherin. Für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement und ihre Führungsstärke wurde sie zudem als Erstplatzierte beim Wettbewerb Young Woman Leadership ausgezeichnet. - Max Kramer (junge Menschen)
Max Kramer ist seit vielen Jahren beim Deutschen Roten Kreuz aktiv und übernimmt dort verantwortungsvolle Aufgaben in Ausbildung, Bevölkerungsschutz sowie im Materialmanagement und der Logistik. Sein kontinuierliches Engagement leistet einen wichtigen Beitrag zur Einsatzfähigkeit des DRK. - Wolfgang Ely (nachgeholte Ehrung aus 2024)
Wolfgang Ely prägt den Tischtennissport in Wiesloch und auf Verbandsebene seit über vier Jahrzehnten, unter anderem als langjähriger Vorsitzender des TTF 68 Wiesloch. Darüber hinaus engagiert er sich auf Bezirks- und Landesebene in verschiedenen verantwortungsvollen Funktionen. - Helmut Riegel
Helmut Riegel ist seit 1985 eine tragende Säule der Kolpingsfamilie Wiesloch und seit vielen Jahren deren Vorsitzender. Sein Einsatz reicht von sozialen Aktionen wie „Mein Schuh tut gut“ bis hin zur Organisation zahlreicher kirchlicher und bildungsbezogener Veranstaltungen. - Monika Gessat
Monika Gessat engagiert sich seit vielen Jahren im Netzwerk Asyl Wiesloch der Bürgerstiftung Wiesloch, insbesondere in der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Geflüchteten. Für ihr herausragendes Wirken wurde sie in das Stiftungsforum der Bürgerstiftung Wiesloch aufgenommen und gehört seit 2024 auch deren Vorstand an. - Sabine Küsche
Sabine Küsche ist seit über drei Jahrzehnten im Kinderturnen der TSG Wiesloch aktiv und hat dieses als Übungsleiterin und Abteilungsleiterin maßgeblich geprägt. Besonders hervorzuheben ist ihr langjähriger Einsatz in der Organisation von Trainingsangeboten sowie des traditionellen Spielfestes. - Ayhan Boyraz
Ayhan Boyraz engagiert sich seit 2014 bei der Tafel Wiesloch und trägt große Verantwortung in den Bereichen Logistik, Arbeitssicherheit und Fahrzeugbetreuung. Als Vorstandsmitglied sorgt er maßgeblich für einen reibungslosen Ablauf des Tafelbetriebs. - Dieter Schemenauer
Dieter Schemenauer ist seit 1970 ununterbrochen für das Deutsche Rote Kreuz tätig und hat unter anderem die Rettungshundearbeit mit aufgebaut. Sein Einsatz reicht von bundesweiter Prüfertätigkeit bis hin zu Hilfstransporten und Katastropheneinsätzen im In- und Ausland. - Lions Club Wiesloch
Der Lions Club Wiesloch engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 1971 in vielfältiger Weise für soziale Projekte in der Region. Mit Initiativen wie dem Lions-Büchermarkt und dem Adventskalender Südliche Bergstraße leistet der Club einen bedeutenden Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in Wiesloch.
Mit den Ehrungen wurden Menschen ins Rampenlicht gerückt, die sich oft im Verborgenen und uneigennützig für andere einsetzen. Die Stadt möchte damit nicht nur Anerkennung aussprechen, sondern auch andere ermutigen, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Außerdem wurden die Blutspenderinnen und Blutspender für 10 bis 100 Mal spenden geehrt.
