Schutz vor Starkregen

Die Stadt Wiesloch hat die Gefährdungslage des Stadtgebiets bei starkregenbedingten Überflutungen untersucht und ein Handlungskonzept zum Umgang mit dem Starkregenrisiko erarbeiten lassen. Das Ziel des Handlungskonzepts ist, durch geeignete Vorsorgemaßnahmen Überflutungen im Stadtgebiet so weit als möglich zu verhindern bzw. im Überflutungsfall die Schäden möglichst gering zu halten.
Aufbauend auf dem bestehenden Starkregenrisikomanagement wird derzeit ein Maßnahmenkatalog zu Prävention von Abfluss und Erosion erarbeitet, der die Außengebiete der Stadt Wiesloch in den Fokus rückt.

Starker Regen in einer Wieslocher Wohnstraße.
Starker Regen in einer Wieslocher Wohnstraße. | © Stadt Wiesloch

Starkregen-Gefahrenkarten

Die vorliegende Starkregenkarte samt Handlungskonzept zur Gefahrenabwehr und Maßnahmenplan wurde durch das Ingenieurbüro geomer erstellt und im Sommer 2023 vom Gemeinderat beschlossen. Die Ziele des Starkregenrisikomanagements gehen Hand in Hand mit den Zielen der Hochwasserrisikomanagements und sind die Vermeidung neuer Risiken, die Verringerung bestehender Risiken, die Verringerung nachteiliger Folgen während eines Starkregens und die Verringerung nachteiliger Folgen nach einem Starkregen. Auf der verlinkten Karte finden sich zudem Vorsorgetipps, ein Mitmach-Bereich und Links zu informativen Internetseiten.

Zur Starkregen-Gefahrenkarte

Handlungskonzept und Maßnahmenplan

Was können Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer tun?

Grafik mit Handlungsempfehlungen für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer.
Grafik mit Handlungsempfehlungen für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer. | © Stadt Wiesloch

Links für weitere Informationen

Die im folgenden aufgelisteten Links sind eine Auswahl der im Internet erhältlichen Angebote. Die Stadt Wiesloch spricht keine Empfehlungen aus, insbesondere nicht zu Herstellern und Beratern. 

Pressemitteilung vom 21.05.2026

Vorwarnung: Starkregensaison beginnt immer früher 
Mit Beginn der Sommermonate steigt auch in Wiesloch wieder die Gefahr von Starkregenereignissen und lokalen Überflutungen.
Besonders zwischen Mai und September kommt es laut Deutschem Wetterdienst regelmäßig zu extremen Niederschlägen. Vor allem der Juli gilt als besonders betroffen, jedoch häufen sich auch im Juni und August wetterbedingte Überflutungsereignisse.
Durch die Auswirkungen des Klimawandels beginnt die sogenannte „Starkregensaison“ inzwischen immer früher. Bereits Mitte April wurden in den vergangenen Jahren erste heftige Niederschläge registriert.

Die Stadt Wiesloch ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, frühzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen und sich über mögliche Risiken zu informieren. Dazu gehört insbesondere die Prüfung des eigenen Versicherungsschutzes. Empfohlen wird, bestehende Versicherungen gegebenenfalls um eine Elementarschadenversicherung zu ergänzen.

Im Falle eines Starkregenereignisses bittet die Stadtverwaltung darum, die Feuerwehr ausschließlich in dringenden Notfällen zu kontaktieren – etwa wenn Menschen gefährdet sind oder Schadstoffe wie Heizöl austreten beziehungsweise Gasgeruch wahrgenommen wird. Aufgrund der hohen Einsatzbelastung während Starkregenlagen sollten andere Anliegen möglichst an die zuständigen Ansprechpartner der Stadtverwaltung gerichtet werden.

Zur besseren Einschätzung möglicher Gefahren steht für Wiesloch eine Starkregengefahrenkarte online zur Verfügung. Dort finden Bürgerinnen und Bürger auch weitere Informationen und Hinweise zum Schutz vor Überflutungen.

Projekt zur Prävention von Bodenerosion

Erarbeitung eines kommunalen Maßnahmenkatalogs

Das bestehende Starkregenrisikomanagement der Kommunen Wiesloch, Dielheim, Rauenberg, Mühlhausen, Malsch und Östringen wird derzeit um eine Betrachtung der Erosions- und Abflussprävention erweitert. Dies erfolgt mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und dem Ingenieurbüro terra fusca PartG aus Stuttgart. Ziel des Projekts ist es, standortdifferenzierte Maßnahmenempfehlungen zum Rückhalt von Wasser und Boden in den Außenbereichen zu erarbeiten und auszuweisen. Im Rahmen des Projektverlaufs sind unter anderem Ortstermine zur Inaugenscheinnahme von verschiedenen Außenbereichsflächen sowie im Laufe des Jahres ein runder Tisch oder Einzeltermine mit Vertretern der Land- und Forstwirtschaft vorgesehen. Mit einem Abschluss des Projekts ist voraussichtlich im Herbst 2026 zu rechnen.

Lokalisation von Risikobereichen

Im Oktober 2025 erfolgte hierzu in einem ersten Schritt ein Ortstermin mit dem Bauhof, den Ämtern für Stadtgrün und Umwelt der Stadt Wiesloch sowie dem Ingenieurbüro. Es wurde eine Risikoeinschätzung vorgenommen und darauf basierend sogenannte Risikobereiche lokalisiert, die in einer Feldkarte zunächst unverbindlich und ergebnisoffen skizziert wurden. Neben den kommunalen Ortskenntnissen basiert die Risikoeinschätzung und ergebnisoffene Findung der Risikobereiche auf der allgemeinen Erosionsgefährdung gemäß dem Starkregenrisikomanagement, welche ebenfalls in der Feldkarte dargestellt ist. Für die identifizierten Risikobereiche sollen in einem zweiten Schritt gemeinsam mit der Landwirtschaft potenzielle Maßnahmen zur Lösung der Probleme besprochen werden.

Feldkarte Bodenerosion (PDF | 5,4 MB)

Kontakt

Ansprechpartnerin

Frau Dahner

Leiterin der Fachgruppe

Telefon: 06222 84-4981
Fax: 06222 84-4989
Gebäude Rathaus
Raum 012, 2. Untergeschoss

Anschrift

Tiefbau, Stadtentwässerung
Marktstraße 13
69168 Wiesloch

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