Großes Interesse an Stadtwingert und Internationalem Kräutergarten

Teilnehmende hören den Erläuterungen zu.
Interessierte Teilnehmende bei der Entdeckungstour durch die Stadtwingert-Anlage. | © Gerald Gräupner, Klimanetz

Klimanetz Wiesloch lud zu informativer Führung und lebendigem Austausch ein. 

Bei bestem Frühsommerwetter begrüßte das Klimanetz Wiesloch am 11. Juni 2026 knapp 30 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer besonderen Entdeckungstour durch den Stadtwingert und den Internationalen Kräutergarten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Das Klimanetz Wiesloch zu Gast bei ...“ statt und wurde gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz Wiesloch e. V. sowie der Umweltstelle der Stadt Wiesloch organisiert.

Im Stadtwingert erfuhren die Teilnehmenden Wissenswertes über die Geschichte und die Sanierung der Grünanlage, die seit 1965 besteht und 2024 umfassend umgestaltet wurde. Thematisiert wurde unter anderem die ökologische Aufwertung der Grünanlage: Artenarme Rasenflächen wurden in artenreiche Wiesen umgewandelt, der Strauch- und Baumbestand wurde mit Vogelnährgehölzen sowie klimaangepassten Baumarten ergänzt, und entlang der Wege wurden insektenfreundliche und trockenheitsresistente Stauden gepflanzt. Auch zur Reduzierung des Wasserverbrauchs wurden Maßnahmen ergriffen, wie die Umweltstelle informierte: Regenwasser, welches von der Gerbersruhstraße herabfließt, wird in einer unterirdischen Zisterne gesammelt und zur Bewässerung des Kräutergartens verwendet, und die oberen und unteren Wasserbecken, in denen Teichfrösche und Wechselkröten leben, sind durch einen Kreislauf miteinander verbunden. Nicht zuletzt wurde auch bei den eingesetzten Materialien auf Nachhaltigkeit geachtet: Wo möglich, wurden bereits vorhandene Materialien verwendet – so stammt zum Beispiel das Pflaster auf dem neuen Platz im Osten der Anlage ursprünglich vom Marktplatz –, und die neu angebrachten Sitzgelegenheiten wurden aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gefertigt. 

Anschließend führte der Rundgang in den Internationalen Kräutergarten, der sich seit seiner Eröffnung im Spätjahr 2024 zu einem besonderen Begegnungsort entwickelt hat. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Kräuter aus unterschiedlichen Kulturkreisen und den liebevoll gestalteten Beeten. Wie die Mitglieder des Bündnisses für Demokratie und Toleranz berichteten, konnten hier schon manche Menschen Kräuter aus der Küche ihrer Herkunftsländer entdecken, die in deutschen Geschäften und Märkten nicht zu finden sind – und haben diese genutzt, um geliebte Gerichte aus ihrer Heimat zu kochen und anderen Menschen vorzustellen. Solche Geschichten zeigen, dass der Kräutergarten weit mehr ist als eine Sammlung von Pflanzen: Er ist ein Ort des Austauschs, an dem sich Menschen unterschiedlicher Kulturen begegnen und Wissen und Erfahrungen teilen. Wer Interesse daran hat, sich am Internationalen Kräutergarten zu beteiligen und bei der Pflege der Pflanzen zu unterstützen, kann sich an das Bündnis für Demokratie und Toleranz wenden: ikw@demokratie-wiesloch.de 

Während der gesamten Veranstaltung wurden zahlreiche Fragen gestellt und angeregte Diskussionen geführt. Die Teilnehmenden hoben insbesondere die einzigartige Atmosphäre des Internationalen Kräutergartens hervor. Gemeinsam mit dem Stadtwingert ist hier ein Ort entstanden, der beispielhaft zeigt, wie ökologische Nachhaltigkeit, bürgerschaftliches Engagement und Lebensqualität miteinander verbunden werden können. Das Klimanetz Wiesloch, das Bündnis für Demokratie und Toleranz Wiesloch e. V. und die Umweltstelle der Stadt Wiesloch bedanken sich für das rege Interesse sowie die positiven Rückmeldungen und vielfältigen Anregungen seitens der Teilnehmenden und freuen sich schon auf künftige Veranstaltungen.

Teilnehmende hören den Erläuterungen zum Internationalen Kräutergarten zu.
Interessierte Teilnehmende bei der Entdeckungstour durch die Stadtwingert-Anlage. | © Gerald Gräupner, Klimanetz

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