Offenes Ohr

Skulptur


Anschrift

Offenes Ohr, Skulptur
Wiesloch
Hauptstraße 172
69168 Wiesloch

Künstler

Kuenstler

Daniel Wolf


Realistische Skulptur eines menschlichen Ohrs.

Kurzbeschreibung

Skulptur aus Jura-Kalk in Form eines menschlichen Ohrs.


Beschreibung

Standort: Hauptfriedhof Wiesloch, Nähe südlicher Eingang. 

Fränkischer Jura-Kalk, 64 x 36 x 25 cm.

Hergestellt 2025/2026.
Eingeweiht: 15.04.2026.
Finanziert durch zahlreiche Spenden sowie durch die Stadt Wiesloch.

Die Skulptur, in unmittelbarer Nähe der Trauerbank aufgestellt, greift das Thema des Zuhörens auf.

Die naturnahe Gestaltung orientiert sich deutlich am menschlichen Ohr, lässt jedoch bewusst Raum für eigene Interpretationen. In der Entwurfsphase entstand zunächst ein Tonmodell, das anschließend im Maßstab 4:1 in Stein umgesetzt wurde. Die Formensprache ist geprägt von geschwungenen, konvexen und konkaven Linien, die das Aufnehmen von Schall symbolisieren und zugleich eine lebendige, beinahe bewegte Wirkung erzeugen. Auch das Material selbst trägt zur Aussagekraft bei: Der Jura-Kalkstein, entstanden vor rund 140 bis 220 Millionen Jahren in tropischen Meeren, enthält fossile Spuren wie Ammoniten und verweist damit auf natürliche Prozesse des Hörens und Wahrnehmens. Das „offene Ohr“ steht sinnbildlich für das Zusammenspiel von Hören, Verstehen und innerem Gleichgewicht. Es verweist auf die Bedeutung des Dialogs – denn eine offene Gesellschaft lebt vom Zuhören und vom Austausch. Gerade an einem Ort wie dem Friedhof, an dem sowohl stille Gedanken als auch echte Gespräche ihren Platz haben, gewinnt dieses Symbol besondere Tiefe. Ermöglicht wurde die Umsetzung des Projekts ausschließlich durch die großzügige Unterstützung und Spendenbereitschaft aus der Wieslocher Bevölkerung.

Daniel Wolf ist Steinbildhauermeister mit Werkstatt in Wiesloch. Nach seiner Ausbildung und dem Meisterabschluss in Freiburg schafft er freie Skulpturen aus Naturstein, gebranntem Ton, Bronze und Aluminium, die in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in der Region Rhein-Neckar sowie in öffentlichen Ankäufen zu sehen sind.