Katja Mast besucht Ausstellung zum Gastarbeiterparlament in Wiesloch
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Katja Mast, besuchte die Ausstellung „Gastarbeiterparlament“ im Wieslocher Rathaus.
Bürgermeister Ludwig Sauer begrüßte Katja Mast herzlich in Wiesloch und betonte, wie stolz die Stadt auf die Ausstellung sei. Sie würdige ein besonderes Kapitel der Stadtgeschichte und zeige, wie bereits 1971 mit dem Wiesloch-Walldorfer Gastarbeiterparlament ausländischen Arbeitskräften eine politische und gesellschaftliche Stimme gegeben wurde. Sauer hob die gelungene Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor und erinnerte an die berührende Vernissage.
Katja Mast würdigte die Arbeit des Kuratoriums, das die Ausstellung und das korrespondierende Begleitprogramm erarbeitet hatte und betonte, dass die Unterstützung durch Bundesmittel im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Wiesloch gut angelegt sei. 1971 sei Deutschland noch kein klassisches Einwanderungsland gewesen. Viele Menschen seien damals über ihre Arbeit nach Deutschland gekommen. Arbeit und das Erlernen der Sprache seien wichtige Bestandteile der Integration. Die Menschen, die damals gekommen seien, seien heute selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Daher sei es nur folgerichtig, dass sie auch mitbestimmen könnten – ein Anliegen, das bereits das damalige Gastarbeiterparlament verfolgt habe.
Auch mit Blick auf die heutige Fachkräftegewinnung sieht Mast Handlungsbedarf. Bürokratische Hürden müssten abgebaut werden. Als Beispiel nannte sie die geplante „Work-and-Stay-Agentur“ (WSA), eine geplante zentrale digitale Plattform der Bundesregierung, die die Fachkräfteeinwanderung nach Deutschland beschleunigen und vereinfachen soll. Zudem seien Sprachkurse und Integrationsangebote bereits in den Herkunftsländern wichtig. Entscheidend sei, dass sich Deutschland weltoffen zeige und Menschen willkommen heiße, die hier arbeiten und eine neue Heimat finden möchten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Oktober 2026 im Wieslocher Rathaus zu sehen. Sie erinnert an das 1971 gegründete Wiesloch-Walldorfer Gastarbeiterparlament, das bundesweit Aufmerksamkeit erregte und den damals in Wiesloch und Walldorf lebenden ausländischen Arbeitskräften neue Möglichkeiten zur politischen und gesellschaftlichen Mitgestaltung eröffnete.