Lebenslagen
Sexualisierte Gewalt ist eine der am meisten im Verborgenen stattfindenden Formen von Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Bei sexuellem Missbrauch kommt in vielen Fällen die Tatperson aus dem sozialen Umfeld und häufig besteht eine enge Vertrauensbasis. Diese Kombination ermöglicht es, dass sexuelle Handlungen langfristig planbar sind und unbemerkt über einen längeren Zeitraum hin zu wiederholt werden können. Im Rahmen des Missbrauchs erfahren Betroffene oft nicht nur sexuelle Handlungen, sondern zumeist auch psychischen Zwang, wie etwa Drohungen, Beleidigungen oder einschüchterndes und kontrollierendes Verhalten.
Sollten Sie Anhaltspunkte für sexuelle Handlungen haben, handeln Sie schnell (aber mit Bedacht). Eine Kontaktaufname mit Verdachtspersonen kann dazu führen, dass der Missbrauch noch weiter ins Verborgene verschoben wird:
Was können Sie als Eltern oder Erwachsene tun, um Kinder oder Jugendliche vor sexuellen Handlungen zu schützen?
Sorgen Sie dafür, dass die Vereine und Institutionen in denen Sie aktiv sind sich aktiv um die Implementierung von Schutzkonzepten bemühen. Es gibt Beraterinnen und Berater sowie Förderprogramme zum Beispiel von KischuBW des Kinderschutzbundes, die hier unterstützen und beratend zur Seite stehen.
Kinderschutz geht uns alle etwas an. Nur gemeinsam, im Sinne einer Verantwortungsgesellschaft, können wir zu einer Gesellschaft werden die hinsieht, handelt und damit Tatpersonen keinen Raum gibt.
14.09.2026 Sozialministerium Baden-Württemberg