Stadtwerke Wiesloch investieren in vier Photovoltaikanlagen

Johannes Spannagel, Petra Hoß und Franck Eric Fogang stellen die Anlagen vor.
Johannes Spannagel, Petra Hoß und Franck Eric Fogang stellten bei einem Pressetermin die Anlagen vor. | © Stadt Wiesloch

Rund 785.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr – Anlagen sollen künftig vorrangig die Wärmepumpen der „Heizzentrale 2“ am Freibad versorgen.

Die Stadtwerke Wiesloch haben vier Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 779 Kilowattpeak (kWp) errichtet. Zusammen sollen die Anlagen künftig voraussichtlich rund 785.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom pro Jahr erzeugen. Der Strom wird vorrangig für den Betrieb der Wärmepumpen der Heizzentrale 2 des Freibads genutzt. Rund 70 Prozent der erzeugten Energie sollen direkt vor Ort verbraucht werden. Die verbleibenden rund 30 Prozent können in das öffentliche Stromnetz eingespeist beziehungsweise direkt vermarktet werden.

Eine der vier Anlagen befindet sich auf dem Dach der benachbarten Tennishalle des TC Rot Weiss Wiesloch und verfügt über eine Leistung von 410 kWp. Sie ist bereits seit Mitte September fertiggestellt. Zwei weitere Anlagen mit jeweils 173 kWp wurden auf Freiflächen im WieTalBad sowie gegenüber dem Freibad errichtet. Mit den Arbeiten wurde unmittelbar nach dem Ende der Freibadsaison begonnen, diese konnten jüngst abgeschlossen werden. Die vierte Anlage ist als Fassaden-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 23 kWp ausgeführt und ist direkt an der Heizzentrale montiert.

Die Freifläche gegenüber dem Freibad befindet sich auf dem bisherigen Notparkplatz. Die dort installierten Module sind nach Nordosten und Südwesten ausgerichtet und sollen damit sowohl die Morgen- als auch die Abendsonne nutzen. Unter den Modulen ist auch vorgesehen, Schafe zur Pflege und Begrünung der Fläche einzusetzen.

Auch im Freibad wurde eine bisher anderweitig genutzte Fläche für die Photovoltaik erschlossen: Die Fläche des ehemaligen Bolzplatzes wurde dafür umgewidmet. Als Ersatz entsteht daneben ein neues Fußball- und Badmintonfeld.

Die vier Photovoltaikanlagen umfassen insgesamt 1.480 Module. Die einzelnen Module sind unterschiedlich groß und haben im Durchschnitt eine Fläche von etwa 2,2 Quadratmetern.

Die beiden Freiflächenanlagen im Freibad und gegenüber dem Freibad sind inzwischen fertiggestellt. Auch die technischen Arbeiten sind abgeschlossen, die Leitungen liegen und die Anlagen verfügen über eine Internetanbindung zur Überwachung. Ausstehend ist noch die Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Inbetriebnahme beziehungsweise Fertigstellung aller vier Anlagen ist für Anfang Januar 2027 vorgesehen.

Die Anlagen sind eingezäunt und werden per Video überwacht. Insgesamt investieren die Stadtwerke Wiesloch rund 1,8 Millionen Euro in die Photovoltaikanlagen einschließlich der Bauleistungen.

Der erwartete Jahresertrag von rund 785.000 kWh entspricht einer rechnerischen CO₂-Einsparung von insgesamt rund 270 Tonnen pro Jahr gegenüber dem Bezug von Strom aus dem deutschen Strommix. Wie viel Strom tatsächlich direkt genutzt oder ins Netz eingespeist wird, hängt unter anderem vom jeweiligen Energiebedarf ab. In den Wintermonaten ist mit einer geringeren Stromproduktion zu rechnen, während im Sommer bei einem niedrigeren unmittelbaren Bedarf der Heizzentrale mehr Solarstrom ins Netz eingespeist werden kann. Überschüssige Energie kann zudem in Form von Wärme im Wärmespeicher zwischengespeichert und bei Bedarf genutzt werden.

Die Versorgung der Wärmepumpen mit selbst erzeugtem Solarstrom ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts der Heizzentrale 2. Deren Inbetriebnahme ist für die kommenden Monate vorgesehen. Zuvor stehen noch Restarbeiten und die technische Prüfung an.